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5.5.6.2Evaluation und Selbstevaluation
Evaluation sichert die Qualität der Sozialen Arbeit durch eine externe
Prozessbegleitung und -auswertung.
Selbstevaluation ist ein an der eigenen Praxis ansetzendes
Verfahren zur Qualitätssicherung. Über Supervision und Intervision
hinausgehend, entscheidet sich eine Einrichtung, ein Team oder eine
Organisation, die eigene Arbeit Ziele, Abläufe, Management,
Ergebnisse, Beratungsprozesse und die interne Gruppendynamik
auf den Prüfstand zu stellen. Selbstevaluation ist mit anderen Worten
die selbstreflexive Variante der Praxisforschung. Entscheidend für ihr
Gelingen ist die Bereitschaft der Professionellen, an diesem Projekt
aktiv teilzunehmen. Es erfordert, dass sie ihre Arbeit transparent
machen,
sich
kritischen
Fragen
stellen
und
plausible
Veränderungsvorschläge
übernehmen.
Im
günstigsten
Fall
beauftragen sich die Mitarbeiterinnen selbst mit der Evaluation. Auch
wenn der Evaluationsauftrag von der Leitung oder von außen kommt,
setzt er die Kooperationsbereitschaft der Mitarbeiterinnen voraus.
Heiner hat ein Modell zu den Dimensionen der Evaluation und
Selbstevaluation entwickelt (Heiner 1994b, S. 138):
Die Fragestellung markiert Perspektive und Fokus der
Evaluation. Sie umfasst vier Bereiche: „Wünschbarkeit“ (ist die
Zielsetzung
der
professionellen
Arbeit
angemessen?),
„Wirklichkeit“ (inwieweit nähert sich das Ergebnis der Arbeit den
vorher gesetzten Zielen an?), „Verträglichkeit“ (gibt es
unerwünschte Nebeneffekte bei den Ergebnissen der
Maßnahmen?) und „Wirtschaftlichkeit“ (ist der Zusammenhang
zwischen Aufwand und Ertrag stimmig?).
Informationsquellen
für
die
Evaluation
sind
die
„Adressaten/Nutzer/Nichtnutzer“, das „soziale Umfeld der
Nutzerinnen/Nutzer“, die „Leistungserbringer/Anbieter“, das
„berufliche Umfeld der Anbieter“, „vergleichbare Einrichtungen“
und die „Politik/Öffentlichkeit“.