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Dienstleistungssystem, Zielsystem und Aktionssystem“. In der
traditionellen Einzelhilfe sind Klientsystem und Zielsystem identisch,
und das Dienstleistungssystem ist gleichzeitig das Aktionssystem. Im
systemischen Ansatz hilft die Fachkraft, andere Positionen als
Aktionssysteme mit ins Spiel zu bringen, und damit hört das
Klientsystem auf, das einzige Zielsystem zu sein. Die soziale Fachkraft
als primär engagiertes Dienstleistungssystem verliert ihre zentrale
Rolle zugunsten von neu einbezogenen Aktionssystemen.
Ein Beispiel: Anwohner beschweren sich beim Sozialamt über das
oft unbeaufsichtigte Kind einer Allein erziehenden. Es habe eine
ruhestörende „Bande“ von Minderjährigen organisiert und störe den
nachbarlichen
Frieden.
Für
die
Sozialarbeiterin
(Dienstleistungssystem) wird nun allenfalls kurzfristig die Mutter
und/oder das Kind Zielsystem. Darüber hinaus führt sie nach einigen
Recherchen die Mutter mit anderen, gleich betroffenen Eltern
zusammen; diese erkennen in der unzulänglichen Spielplatzsituation
des Wohnumfeldes eine Ursache für die häufigen Beschwerden über
ihre Kinder seitens anderer Anwohner. Die Eltern als Aktionssystem
bedrängen nun die Wohnungsgesellschaft (als neues Zielsystem), die
Verhältnisse kinderfreundlicher zu gestalten. Treten dann noch die
Beschwerde führenden Anwohner in ein Aktionsbündnis mit den
betroffenen Eltern gegenüber der Wohnungsgesellschaft ein, so ist
nicht nur für die „auffälligen Kinder“ etwas erreicht, sondern zugleich
noch ein Mehr an sozialem Frieden im Wohnumfeld.
Die Rolle der Sozialarbeiterin hat sich dabei darauf beschränkt:
eine individuelle Schwierigkeit als soziales Problem zu erkennen,
den Blick der Betroffenen vom Einzelfall weg auf die
Umfeldsituation zu erweitern sowie
die Ressourcen einer Aktionsgruppe in Hinblick auf
Selbstorganisationsund Verhandlungstechniken entwickeln zu
helfen.25
Um beim Beispiel des Freizeitumfeldes für Kinder zu bleiben, könnte
die Fachkraft auch erkennen, dass sich hier exemplarisch ein Problem