2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/375.md

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Es entsteht ein sich gegenseitig bestärkender und
Veränderungen anregender Dialog, der zur Entwicklung einer
produktiven Gruppendynamik beiträgt und für jedes
Gruppenmitglied kognitiv nützliche und emotional stützende
Informationen enthält. Die Gruppenleiterin hat in diesem
Zusammenhang die Aufgabe, durch ressourcenorientierte
Interventionen diese Perspektive gegen aggressiv-destruktive,
entwertende, defizitorientierte Beiträge aus der Gruppe zu
stärken.
„Discussing a taboo area“: Indem kulturell und persönlich
tabuisierte Themen in der Gruppenkommunikation öffentlich
werden, können sie ihr Verunsicherungspotenzial ganz oder
teilweise verlieren und als entwicklungsfördernde Themen einen
neuen Wert für die Dynamik und alle Mitglieder der Gruppe
enthalten. Thematisiert ein Gruppenmitglied gegen eigene
Ängste Erfahrungen sexueller Gewalt, können sich auch andere
mit diesem sie belastenden, aber bisher ausgegrenzten Thema
konfrontieren und vielleicht die befreiende Wirkung der
„Entäußerung“ innerer psychischer Lasten erleben.
„The all-in-the-same-boat-phenomenon“: Die im Gruppendialog
hergestellte Erfahrung von Gemeinsamkeiten zwischen sich und
den anderen kann die eigene Belastung auf mehrere Schultern
verteilen. Das Sprechen darüber fällt leichter, die anderen
erscheinen als vertrauenswürdige Zuhörerinnen der eigenen
Geschichte, und ihre Rückmeldungen können wenn sie
kooperativ und nicht konkurrierend gestaltet sind die eigene
Auseinandersetzung und Bewältigung fördern. „When, as a
group member, someone discovers, that he or she is not alone
in feeling overwhelmed by a problem, or being worried about
his or her sexual adequacy, or wondering who he or she is and
where he or she comes from … that person is often better able
to mobilize himself or herself to deal with the problem
productively. Discovering, that feelings are shared by other