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5.4.3.2Familien als primäre Auftraggeberinnen der Sozialen
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Arbeit
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Familien sind besonders wichtige und zahlreiche Adressatinnen der
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Sozialen Arbeit; die familienorientierte Sichtweise und die
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entsprechende Hilfeformen im KJHG (siehe die „Hilfen zur Erziehung“,
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§§ 27 ff.) spiegeln dies wider. „Die Klientel des ASD setzt sich aus
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Angehörigen aller sozialen Schichten zusammen. Familien aus den so
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genannten
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sozial
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schwachen
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Kreisen
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sind
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dabei
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eher
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überrepräsentiert“ (Tubel u. Walter 1994, S. 75).
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Wenn wir jedoch unseren Blickwinkel auf alle Angebote des KJHG
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richten, verschiebt sich das Bild. Dann wird deutlich, dass die
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Mehrzahl der auftraggebenden Familien15 nicht aus dem Bereich der
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sozial schwachen Familien oder gar der so genannten
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Multiproblemfamilien16 kommen. In den Einrichtungen der
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Jugendhilfe suchen inzwischen viele Familien Rat, die sich in einer
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kritischen Übergangssituation befinden: Einelternfamilien in ihrer
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Formierungsphase, Familien im Prozess der Trennung/Scheidung und
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Eltern im Abnabelungsprozess von ihren eigenen Eltern. Wir finden
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Familien, die wegen Schwierigkeiten im Erziehungsalltag und
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schulischer
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Leistungsprobleme
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ihrer
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Kinder,
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wegen
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Verhaltensauffälligkeiten in Schule, Kindergarten oder Öffentlichkeit
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Rat und Unterstützung suchen. In diesen Fällen werden besonders
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die Erziehungsberatungs- und Frühförderungsstellen aufgesucht.
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Allerdings wird hier schon eine gewisse Beratungsmotivation
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vorausgesetzt, die in der Bezirkssozialarbeit oft erst erarbeitet werden
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muss. Die oft beklagte reine Kommstruktur der Beratungsstellen und
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ihre „Anforderungen an die Verbalisierungs- und Reflexionsfähigkeit“
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(Conen 1996b, S. 153) der Auftraggeberinnen macht diese zu einem
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eher mittelschwelligen Angebot, was durchaus dem Erfolg ihrer Arbeit
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mit ihrer spezifischen Klientel zugute kommen kann. Für Familien, die
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an dieser Hürde scheitern, bieten sich zunächst der ASD und über ihn
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weitere Hilfen an, z. B. sozialpädagogische Familienhilfe,
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Erziehungsbeistandschaft und aufsuchende Familientherapie. Diese
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Hilfeformen sind durch die Gehstruktur geprägt und setzen darauf,
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