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Ein Beispiel hierzu: Der Sohn einer Pfarrersfamilie lehnt die
elterlichen, in der Familientradition verankerten Delegationsversuche
bezüglich des Theologiestudiums ab. Es kommt zu starken Konflikten.
Er engagiert sich in einer Menschenrechtsorganisation und findet so
einen Kompromiss zwischen den für die Eltern zentralen Ideen der
Bergpredigt und seiner Ablehnung kirchlich organisierter Religiosität.
Die Eltern akzeptieren das nach langen Kämpfen, wodurch die Idee
„Man kann auch auf nichtreligiöse Weise Gutes tun“ zum ersten Mal
einen akzeptierten Platz in der kognitiv-affektiven Familienlandkarte
findet. Die Beziehung zwischen Eltern und Sohn konnte sich dann auf
einer neuen Ebene konstruktiv weiterentwickeln: „Bezogene
Separation“ und damit bezogene Individuation war möglich
geworden.