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als Teil der kosmischen Einheit. Er überschreitet die Begrenzungen seines Ego, das ihn auf Neid, Eifersucht, Macht-Ohnmacht-Fantasien und Situationen des verletzten Stolzes fixiert. Sein Selbstwert begründet sich nun durch die Zugehörigkeit zum Ganzen und nicht durch die Konkurrenz mit den sozialen anderen. Damit kann er sich von der Fixierung auf biografische Kränkungen verabschieden, die ihn in Krankheiten erstarren lassen. Der allererste Ausgangspunkt dieser Heilungsprozesse ist paradoxerweise die Möglichkeit, sich selbst als Leib zu erfahren und in der Aussage „Ich bin“ die Verankerung des Ich im eigenen Körper zu erfahren. Dieser Weg wurde schon von Schopenhauer, dem großen Antipoden Hegels, in seinem Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung begangen: Nur durch die Erfahrung des Leibes können wir uns als reale Wesen in einer realen Welt finden.1 Und das ist der Ausgangspunkt aller kognitiven Wirklichkeitskonstruktionen bzw. Rekonstruktionen, wie sie im Folgenden beschrieben werden. Die kognitiv-affektiven Schemata integrieren Denk- und Gefühlsinhalte zu Gestalten. Dieses Konzept betont den nicht hintergehbaren Zusammenhang des Denkens und Fühlens: Es gibt keinen Gedanken ohne ein ihn begleitendes Gefühl und umgekehrt. Sie sind die Ergebnisse von Wahrnehmungsprozessen und zugleich ihre Bedingung, denn ohne sie könnte die Fokussierung der Aufmerksamkeit („Af“ in Abb. 17) auf sich anbietende Botschaften der inneren (psychischen) oder äußeren (biosozialen) Umwelt nicht stattfinden. Ein Beispiel für eine Schemaentwicklung aus der eigenen Erfahrung: Ich möchte eine Wanderung machen und habe mir auf einer Karte verschiedene Wege ausgesucht, die alle zum gleichen Gipfel führen. Die Karte ist ziemlich alt und ungenau. Wahrscheinlich gibt es inzwischen auch andere Wegführungen – denke ich. Ich gehe entsprechend der Karte durch das betreffende Dorf, um an dessen Ende den Einstieg in den Wanderpfad zu finden. Die Pflasterstraße endet, und nun beginnt ein Fußweg; ich bin sicher, dass er mich zum Ziel führt. Nach ca. 20 Minuten Fußmarsch verliert sich der Weg im