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3.2.1 Das Subjekt als psychosomatisches soziales System
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Spezifische kommunikative Erfahrungen werden vom Subjekt im
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Kontext mikrosystemischer Kommunikationsprozesse zu inneren
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Schemata (Handlungsplänen, Kommunikations-, Wahrnehmungs- und
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Erkenntnismustern)
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und
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Bildern
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(Metaphern,
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Symbolen,
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Vorstellungen) umgestaltet bzw. in schon vorhandene integriert. Die
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Psychoanalyse und auf sie zurückgreifende Sozialisationstheorien
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(Brenner 1970; Habermas 1968) sprechen in diesem Zusammenhang
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von „Internalisierung“. Dabei ist es wichtig, die aktive Eigenleistung
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bei der verändernden Umgestaltung erlebter sozialer Situationen zu
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inneren Mustern und Bildern zu betonen. Den Begriff des Schemas
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entnehme ich der strukturellen Entwicklungspsychologie von Jean
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Piaget (siehe Furth 1972). Luc Ciompi hat das rein kognitive Konzept
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von Piaget in den Bereich des Emotionalen ausgedehnt und spricht
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von „kognitiv-affektiven Schemata“; den Prozess ihrer Bildung und
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Ausweitung nennt er „Affektlogik“ (Ciompi 1982).
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Die Schemata entwickeln sich durch die von Piaget erforschten
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Prozesse der „Assimilation“, „Akkommodation“ und „Äquilibration“ (z.
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B. Piaget 1976). „Assimilation“ meint die Einpassung von
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Umweltinformationen in die kognitiv-affektiven Schemata des
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Subjekts, „Akkommodation“ die Veränderung der kognitiv-affektiven
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Schemata durch die nicht mehr nahtlos einzupassenden neuen
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Informationen über die Umwelt. Durch beide Prozesse wird das
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System aus seinem bisherigen Gleichgewicht gebracht. Durch eine
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innere Umstrukturierung werden die bisherigen Schemata so
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differenziert und umgestaltet, dass ein neues Gleichgewicht auf
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höherer Ebene entsteht. Dieses bezeichnet Piaget als „Äquilibration“.
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Nun beginnt ein neuer Zyklus, indem durch erneute wechselseitige
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Assimilation und Akkommodation das Gleichgewicht gestört wird. Das
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macht neue interne Umstrukturierungen mit dem Ziel einer neuen
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Balance auf höherer Ebene (erneute Äquilibration) erforderlich.
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Solange Entwicklung besteht, wird dieser dialektisch-systemische
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Prozess der zunehmenden inneren Differenzierung weitergehen.
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Dieser führt zugleich zu immer differenzierteren Möglichkeiten des
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