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Raw Blame History

2.4.3.2.3 Organisation Die dritte Ebene der Beschreibung von Beziehungen Durch ihre kommunikativen Beiträge vernetzen sich die Teilnehmerinnen sozialer Situationen und konstituieren ein soziales System. Obwohl sie dessen Mitbegründerinnen sind, werden sie als dessen Teile (Elemente) in ihrem kommunikativen Handeln zugleich von ihm abhängig. Wir können bei sozialen Systemen vier Abstufungen hinsichtlich der Kontinuität und Intensität der Beziehungen unterscheiden. Systeme ersten Grades sind alltägliche, schnelllebige soziale Situationen, z. B. der Schwatz mit einer Bekannten, die man zufällig beim Einkaufen getroffen hat. Systeme zweiten Grades werden durch sich wiederholende, mehr oder weniger ritualisierte soziale Situationen hergestellt, z. B. die Gemeinde beim sonntäglichen Gottesdienst. In Systemen dritten Grades werden wechselnde soziale Situationen durch dieselben Personen gestaltet. Ein Beispiel hierfür ist eine konkrete Familie. Systeme vierten Grades erhalten trotz wechselnder sozialer Situationen und Personen langfristig ihre Gestalt und ihre Funktionsbestimmung, z. B. die Gesellschaft, soziale Institutionen (z. B. die Familie, die Kirche) und Organisationen (z. B ein Wirtschaftsbetrieb). In aufsteigender Linie werden diese Systeme immer komplexer und stabiler. Abweichungen bzw. Krisen in den Teilsystemen können durch negative Feedback-Schleifen gepuffert werden. Dann ergibt sich hinsichtlich des Gesamtsystems (zunächst) kein Veränderungsbedarf. Z. B. waren ökologisch orientierte Verbraucherinnen in den Anfängen der Umweltbewegung für die Wirtschaft zwar lästig, aber eine zu ignorierende Größe. Auch ohne sie wurde genügend Profit gemacht. Hier handelt es sich aus der Sicht des ökonomischen Systems um ein negatives Feedback. Ein stabiles System muss in seinen Teilsystemen auch eine Vielzahl von positiven Feedback-Schleifen zulassen, sich