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Stattdessen sind sie Momentaufnahmen eines doppelperspektivischen
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Beziehungs- und Beschreibungsprozesses. Sie sind abhängig von den
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Voraussetzungen der Beobachterinnen – phänomenologisch
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gesprochen von deren Standort und Perspektive – sowie dem
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aktuellen Kontakt mit dem zu diagnostizierenden System.
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Die Beschreibung ist in den Kontext einer Beziehung eingebettet,
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in dem sich Auftraggeberinnen und Professionelle wechselseitig
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beeinflussen. Elkaim nennt diese wechselseitige Beeinflussung
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„Resonanz“ (Elkaim 1992). Er erweitert damit das auf die
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intrapsychischen Prozesse von Analytikerin und Analysandin
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fokussierende psychoanalytische Konzept der Übertragung –
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Gegenübertragung. Das erfordert seitens der Professionellen, ihr
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Augenmerk auf eigene beziehungsfördernde Einstellungen und
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Verhaltensweisen zu lenken.8 Darüber hinaus entsteht bei der
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Beschreibung des Problemsystems und seiner Umweltbeziehungen
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durch die Auftraggeberinnen eine eigene Sichtweise der
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Sozialarbeiterin bezüglich dieser Beschreibungen; sie schlägt sich in
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ihren Hypothesen und Fragen nieder. Wenn also die
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Bezirkssozialarbeiterin die Mutter eines in der Schule auffälligen
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Kindes zu einem ersten Gespräch in ihr Arbeitszimmer eingeladen
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hat, sind die dort zur Sprache kommenden Informationen an das
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aktuelle Beziehungssystem gebunden. Wenn sie die Familie zu Hause
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aufsuchte, könnte die Mutter im Beisein der anderen
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Familienmitglieder ganz anders sprechen, und eine andere
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Sozialarbeiterin würde vielleicht nochmals ganz andere Informationen
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erhalten. Die Adressatinnen von Therapie und Sozialer Arbeit sagen
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also nicht „die Wahrheit“, sondern reduzieren die Komplexität der
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Wirklichkeit unter Kriterien wie soziale Erwünschtheit, soziale
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Konformität, Sympathie vs. Antipathie, Vertrauen vs. Misstrauen,
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Hilfe- vs. Kontrollerwartung. Ihnen bei einer unterschiedlichen
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Darstellung
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ihrer
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Lebenswirklichkeiten
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absichtsvolle
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Manipulationsversuche („Lügen“) zu unterstellen und eventuell als
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Professionelle beleidigt zu sein – „weil man doch nur das Beste will“ –
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