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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 82 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
Cornelia Jager
punkt ein, dass dies alles ja »ganz nett« sei, aber hinsichtlich der Auffälligkeiten, die Tom jetzt zeige, sei es angeraten, nun ihn unverzüglich geschlossen unterzubringen. Und es war ein wirklich eindrückliches Erlebnis, als daraufhin der Vater sich zu Wort meldete und mit
erhobener Stimme äußerte, dass keines seiner Kinder jemals wieder in
einer geschlossenen Einrichtung untergebracht werden solle!
Frau S., die, wie das Team bemerkte, der neuen Situation von Anfang an viel gelassener gegenüberstehen konnte, nickte beifällig.
Im Nachgang wurde von allen Beteiligten betont, dass es wichtig
sei, die Familie zu unterstützen, nicht in alte Muster zurückzufallen,
weshalb eine SPFH sinnvoll sei. Die Familienhelferin solle familientherapeutisch ausgebildet sein, damit innerhalb des Systems sowohl
an den Geschwisterbeziehungen als auch an den Beziehungen zwischen Eltern und Kindern gearbeitet werden könne. Auf Grund der
neuen, guten Erfahrungen konnte sich die Familie darauf sofort einlassen.
Der ASD suchte in der Folge zusammen mit der Familie einen für
sie geeigneten freien Träger der Jugendhilfe aus und initiierte sehr
kurzschrittige Hilfeplangespräche, da das Interesse der Familie, in relativ kurzer Zeit wieder alleine klar zu kommen, deutlich geäußert
wurde und auch überzeugend wirkte. Zuletzt bestand für die Familie
dem ASD gegenüber lediglich die Verpflichtung, dafür Sorge zu tragen, dass bei den Hilfeplangesprächen auch alle involvierten Familienmitglieder teilnehmen können.
7. Anmerkungen zum systemischen Case Management
An dieser Stelle möchte ich die Darstellung des Hilfeprozesses im Zusammenhang mit der Familie S. beenden und noch einen wichtigen
konzeptionellen Aspekt systemischer ASD-Arbeit beleuchten das
Case Management. Es dient der Vernetzung der auf professionelle
Unterstützung bezogenen Prozesse innerhalb des Familiensystems
und seiner Umwelt und integriert zentrale Perspektiven einer systemischen Sozialen Arbeit. Es ermöglicht die Verknüpfung von:
• lebensweltlicher und sozialräumlicher Orientierung,
• der Nutzung informeller und institutionalisierter Hilfeangebote im
Gemeinwesen,
• Aktivitäten der öffentlichen und freien Träger,
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