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WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 27 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
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1. Systemische Kinder- und Jugendhilfe – Eine Skizze
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wicklungsaufgaben, von Havighurst noch sehr an die einzelne Person
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geknüpft, können auch im Kontext der primären Beziehungssysteme
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beschrieben werden. Eine familiäre Entwicklungsaufgabe besteht
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z. B. darin, die Grenzen zwischen den Subsystemen (Eltern, Kinder,
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Großeltern usw. – siehe Ritscher 2002a) entsprechend der zunehmenden Eigenverantwortlichkeit der Kinder immer wieder neu zu bestimmen. Gelingt dies nicht, haben wir es im Sinne Bronfenbrenners
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mit einer Krise im Mikrosystem Kind + Familie zu tun. Dadurch eröffnen sich dem Blick zwei Richtungen:
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– Wir können einerseits auf eine Entwicklungskrise des Subjektsystems Kind im Kontext seiner Familie achten. Sie entsteht durch die
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Interaktion zwischen seinem biosozialen Wachstum, den kulturellen Forderungen der Gesellschaft an die Kind- und Elternrollen,
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familiären Beziehungsmustern, Leitideen und den sich aus diesen
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Perspektiven ergebenden Entwicklungsaufgaben. Das Kind als
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Subjektsystem antwortet psychisch (kognitiv-affektiv – s. Ciompi
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1982) und verhaltensmäßig auf diese Entwicklungsaufgaben durch
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eigene Bewältigungskonzepte, Selbstwirksamkeits-, Selbstwertund Identitätszuschreibungen. Sind diese Antworten sowie die der
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Familie und anderer Mikrosysteme einigermaßen entwicklungsfördernd, wird das Kind die Entwicklungskrise als Chance nutzen
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und das ihr immanente Risiko bewältigen.
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– Andererseits fällt der Blick auf die Übergangskrise der Familie im
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Kontext der kritischen Entwicklung des Kindes. Auch die Familie
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hat als Mikrosystem Entwicklungsaufgaben zu bewältigen, welche
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durch die biosoziale Entwicklung der Familienmitglieder und die
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damit interagierenden Anforderungen der Umwelt entstehen.
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Auch die Familie entwickelt in diesem Zusammenhang als Mikrosystem eigene Bewältigungskonzepte, Selbstwirksamkeits-, Selbstwert- und Identitätszuschreibungen, die mit denen des Kindes
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problemlos oder problemerzeugend interagieren.
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Das KJHG hat im zweiten Kapitel (Leistungen der Jugendhilfe) über
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den Katalog der präventiven Angebote im Bereich der Jugendarbeit,
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der Familienbildung und Elternbeziehung sowie der »Hilfen zur Erziehung« als Krisenbewältigungsangebote schon deutlich definiert, in
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welchen Situationen die Jugendhilfe tätig zu sein hat. Präventiv geht
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es darum, ein entwicklungsförderndes soziales Umfeld im Gemeinwesen für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern zu gestalten, z. B. durch
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Jugendzentren, Kinderbetreuungseinrichtungen, Beratungsstellen.
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In den §§ 27–35a und 42 ff. sind mehr oder weniger deutlich die Problemlagen benannt, auf die sich die Hilfen bei akuten und chronischen
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