27 lines
2.3 KiB
Markdown
27 lines
2.3 KiB
Markdown
WR Jugendhilfe 1 05.book Seite 7 Mittwoch, 14. September 2005 7:25 19
|
|
|
|
Zur Einführung
|
|
|
|
Zur Einführung
|
|
|
|
In diesem Buch kommt die systemische Jugendhilfepraxis zu Wort.
|
|
Ich möchte damit zeigen, dass die theoretisch ausgearbeiteten systemischen Perspektiven in der Praxis Sozialer Arbeit zu neuen, sie bereichernden Konzepten geführt haben. Insofern verstehe ich es auch
|
|
als einen sinnvollen Anschluss an das ebenfalls im Carl-Auer-Systeme
|
|
Verlag veröffentlichte Buch Systemische Modelle für die Soziale Arbeit,
|
|
in dem ich mich mit den theoretischen Voraussetzungen für die systemische Praxis auseinander gesetzt habe.
|
|
Ich habe die Kinder- und Jugendhilfe als Beispiel für die Darstellung der Transformation systemisch-theoretischer Modelle in die Praxis gewählt, weil in diesem Feld Sozialer Arbeit die Entwicklung für
|
|
das alltägliche professionelle Handeln schon besonders weit vorangeschritten ist. Das hat natürlich etwas damit zu tun, dass es in der
|
|
Kinder- und Jugendhilfe immer auch um Familien geht und die Familie in der Entwicklung von der Familien- zur Systemtherapie einen
|
|
zentralen Platz behalten hat.
|
|
Im ersten Teil (Ritscher) wird ein systemisch-theoretischer Rahmen skizziert, der diese Praxis begründet, die Konzepte miteinander
|
|
verbindet und ihnen eine gemeinsame Sprache zur Verfügung stellt.
|
|
Im zweiten Teil werden Konzepte der öffentliche Jugendhilfe vorgestellt: Wie kann ein Jugendamt sich als Anlaufstelle für Rat suchende Menschen organisieren, Probleme benennen und dazu passende
|
|
Hilfen bereitstellen? Stichworte sind hier: Die gemeinwesenorientierte Organisation der Jugendhilfe (Tenhaken); die Koordination der
|
|
entsprechenden Unterstützungsprozesse durch partizipative und vernetzende Handlungsformen (Jager); die Aufnahme des Kontakts mit
|
|
den Adressatinnen (Kron-Klees) und das Konzept des mehrgenerationalen Fallverstehens (Musch-Grau u. Ritscher) als Ausgangspunkt der
|
|
Hilfeplanung.
|
|
Im dritten Teil berichten Fachkräfte der Sozialen Arbeit über die
|
|
Implementierung systemischen Denkens und systemischer Handlungskonzepte in den Hilfen zur Erziehung, für die das KJHG den
|
|
legislativen Kontext darstellt. Ahrens et al. beschreiben sozialräumlich
|
|
vernetzte, flexibel auf den Bedarf der Kinder und ihrer Familien abgestimmte Jugendhilfeangebote. Deren Integration und wechselseiti7
|