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Die Pädagog*innen wachen eifersüchtig über die Therapeutin, der Laura von
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den sexuellen Gewalterfahrungen erzählt hat. Der Erziehungsleiter ist von dieser
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genervt, weil die schon wieder, und zwar in Unkenntnis der Rechtslage, die
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Besuche des Kindes in der Herkunftsfamilie unterbrechen will. Der Leiter der
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Einrichtung will das Jugendamt nicht mit Forderungen einer familienrechtlichen
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Klärung verprellen etc.
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Wer kennt diese Konflikte nicht zur Genüge? Die Notwendigkeit der
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Reflexion gilt also auch für die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Funktionsgruppen: Alle haben Gründe für ihr Verhalten.
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Gründe, die dann besprechbar sind, wenn durch die Reflexion von
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Gegenreaktionen wie z. B. Retterfantasien u. a. Kopf und Herz frei
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werden, um die unterschiedlichen Anliegen respektieren und im
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Handeln frei werden zu können.
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Institutionelle Handlungsunfähigkeit
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Zu den benannten Phänomenen kommen noch andere Hindernisse hinzu. Das Fachwissen ist ausreichend. Solange jedoch die
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institutionelle Antwort auf dieses Wissen ausbleibt, es in den Einrichtungen keine Konzepte gibt, die Handlungssicherheit vermitteln,
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bleibt es den einzelnen Pädagog*innen überlassen, wie sie z. B. die
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Erfahrungen körperlicher, sexueller Gewalt und häusliche Gewalt
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und die Trennungserfahrungen der Mädchen und Jungen in Hilfeplanung und Pädagogik umsetzen. Sie sind auf sich alleine gestellt,
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wie die Kinder früher auch. Sie sind isoliert, wie das Kind damals
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auch.
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So kann es geschehen, dass die Protagonist*innen dieser Themen
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sich plötzlich im Abseits befinden, weil das Team oder die Institution
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abwehren. Oder diese Auseinandersetzung wird an eine Kolleg*in
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delegiert. Möglicherweise wird diese/r dann zur Spezialist*in mit
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dem Spezialgebiet Schrecken und Dreck mit allen negativen Auswirkungen. Alle in dieser Arbeit Tätigen kennen derartige Belastungen aus Helferkrisen, die durch Abwehr verursacht werden.
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Viele Bezugspersonen klagen über zu geringe Möglichkeiten
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zur Reflexion, sie unterhalten sich sehr selten über Pädagogik
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