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werden diese Belastungen abgefedert. Sachkompetenz, Selbstreflexion und Selbstsorge stiften Sinn, diese vier Säulen eines guten
Umgangs werden im Folgenden beschrieben (15). Doch sie können
letztendlich nur wirksam werden, wenn die Institutionen und die
Gesellschaft förderliche Rahmenbedingungen bereitstellen. Die
Institution und die Gesellschaft haben letztendlich Sorge dafür
zu tragen, dass die professionelle Begleitung der traumatisierten
Mädchen und Jungen diesen nützt und den Pädagog*innen nicht
schadet (16).
14. Auf sich selbst zurückgeworfen potenzielle
Belastungsfaktoren
Die Leidensgeschichten der Mädchen und Jungen wirken auf die
professionellen Helfer*innen: durch das Verhalten der Kinder,
durch ihr Selbstkonzept und durch die Erzählungen der Mädchen
und Jungen. So ist es nicht verwunderlich, wenn Pädagog*innen
im Umgang mit chronisch traumatisierten Mädchen und Jungen
häufig über Überforderung und psychische Erschöpfung klagen.
Während die Belastungen durch die Konfrontation mit Traumata
in der fachöffentlichen Diskussion im Kontext von Therapie berücksichtigt werden, sind die Pädagog*innen auch hier eher auf sich
selbst zurückgeworfen, da einige Ursachen der Überforderung der
Pädagog*innen im Umgang mit traumatisierten Menschen über
die Inhalte des Begriffes → Burnout (Schmidbauer 1992) hinausgehen bzw. in diesem nicht explizit diskutiert werden. Durch ungewohntes Verhalten, der Konfrontation mit außergewöhnlichem
Leid, den Verwicklungen aus dem eigenen Kinderschicksal und
belastenden Übertragungs- und Gegenübertragungsgefühlen wird
eine andauernde Konfrontation mit Grenzsituationen hergestellt.