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Raw Blame History

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Schuldgefühlen, mangelnder Selbstakzeptanz bis hin zu Suchtproblematiken, Depressionen und einem erhöhten Suizidrisiko (Kugler 2017, S. 367 ff.). Umso dringender ist, dass Fachkräfte ihr Handeln nicht ausschließlich an den Realitäten von heterosexuellen Mädchen und Jungen orientieren. Die Ergebnisse einer Befragung von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe in Magdeburg 2015 (Dr. Kerstin Schumann/Sabine Wöller: Auswertung der Befragungen von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe und Eltern zur Situation von lesbischen, schwulen und transgender Kindern und Jugendlichen) zeigen Handlungsbedarf: Es zeigt sich eine große Unsicherheit und Unwissen zu LST* bei den Fachkräften. Die Offenheit und Aufgeklärtheit der Kinder und Jugendlichen der eigenen Einrichtung wird als eher schlecht eingeschätzt. Fachkräfte vermuten in der Gleichaltrigengruppe skeptische bis abwertende Haltungen. Die Mehrheit der Fachkräfte gibt an, keine LST*-Kinder und Jugendlichen in ihrem Arbeitsbereich zu kennen. Es bleibt zu mutmaßen, ob LST*-Kinder und Jugendliche sich nicht zu erkennen geben oder ob sie von den Fachkräften nicht wahrgenommen werden. Obwohl ein so hoher Anteil der Fachkräfte bei Fragen, die ein Grundwissen zu LST* voraussetzen, auf „Ich weiß nicht“ auswichen, schätzen sie ihre Kompetenzen im Umgang mit LST* als überwiegend positiv ein. Wenig verbreitet sind Kenntnisse über Interventionsformen. Das scheint im Widerspruch zur Antwort der Fachkräfte zu stehen, dass es ihnen leicht falle, LST*-Kinder und Jugendliche anzusprechen, um sie zu unterstützen. In den Einrichtungen selbst gibt es überwiegend keine spezifischen Angebote für LST* sowie keine Berücksichtigung in der Öffentlichkeitsarbeit. Andere Studien bestätigen die Unsicherheit. Die Fachkräfte einer Münchner Studie bemängelten mit über 50 %, dass spezifische Lebenslagen homosexueller Jugendlicher in ihren Arbeitsbereichen zu wenig bekannt seien. 86 % gaben an, dass die Probleme von