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Sie brauchen korrigierende Informationen. Jana erfährt, dass Erwachsene für das Wohlergehen der Kinder, ihrer Kinder verantwortlich sind und ja, dass dies auch im Gesetz steht. Doch oftmals genügt
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dies nicht. Parentifizierte Kinder brauchen zur Entlastung einen
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Hinweis, dass andere Menschen ‚ihre‘ Aufgabe übernehmen:
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Anna sorgt sich um ihre jüngere Schwester. Diese lebt zu Hause und erwartet –
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15-jährig – ein Kind. Die alkoholkranke Mutter redet dieser ein, sie beide
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können dieses Kind schon versorgen und erziehen. Anna weiß, dass dies nicht
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funktioniert. Erst die Übernahme der Verantwortung durch ihre Sozialarbeiterin
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entlastet sie.
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Die Auseinandersetzung mit der konkreten Familie
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Es gibt unterschiedliche Anlässe der individuellen Auseinandersetzung mit der Herkunftsfamilie, z. B. Telefonate, Briefe der Eltern
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oder persönliche Kontakte. Auch die Methoden der Bearbeitung
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sind unterschiedlich. Manchmal langt ein Gespräch und mal braucht
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es einen inneren Dialog mit Unterstützung der Pädagog*in oder
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Therapeut*in. Intensiver sind → Genogramm- oder Biografiearbeit,
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die Erstellung eines Zeitstrahls als Vorbereitung zur Hilfeplanung,
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die Vorbereitung des eigenen Geburtstagsfestes oder die Auseinandersetzung mit den realen Eltern. All dies erfordert die Bereitschaft der Bezugspersonen, die Mädchen und Jungen zu begleiten,
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auch wenn sie von ihren Gewalterfahrungen berichten. Und es muss
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ihnen dennoch möglich sein, Mutter und Vater (Täter, Dulderin
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oder Mittäterin) vermissen zu dürfen. Ein möglicher Wunsch nach
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Entidealisierung, der sich manchmal spontan bei den Helfer*innen
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einstellen kann, muss reflektiert werden. Nur so kann ein wichtiges
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Ziel – die eigene Herkunft und das eigene Milieu akzeptieren zu
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können – erreicht werden:
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Sonja dreht mit ihrer Pädagogin einen Film über wichtige Stationen ihres
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Lebens. Sie beginnen den Film an Sonjas Grundschule, eine Lehrerin hatte
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Sonja gemocht. Sie filmen das Wohnhaus ihrer Familie, „das Schreckenshaus“,
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