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Der elfjährige Hans lebt bei Pflegeeltern. Er wurde von seiner Mutter sexuell
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misshandelt. Die Mutter bedrängt ihn immer wieder auf den Schulwegen. Hans
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erstarrt. Von den Pflegeeltern erfährt Hans den Mechanismus des Erstarrens.
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Hans antwortet: „Ok, das verstehe ich, und wie lerne ich, weiterzulaufen?“.
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Es befähigt sie mitzureden. Die Kinder nehmen die kindgerechten
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Informationen über die Dynamik traumatischer Erfahrungen, z. B.
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über das dreigliedrige Gehirn und über die Normalität traumatischer
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Erfahrungen dankbar auf. Sie freuen sich über die entlastenden
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Botschaften. Ausgestattet mit traumapädagogischem Grundwissen
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können Philipp, Jana und Hans sich auf die Suche nach neuen Handlungsoptionen begeben.
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Die Weitergabe des Fachwissens und die Expertenschaft geht
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noch auf einem anderen Weg: Die Expert*innen geben das nötige
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Wissen mit den Profis gemeinsam weiter. Der Heimrat im AWZ,
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der Luirat ist Mitveranstalter der Fortbildungsreihe zum traumapädagogischen Selbst-Verstehen für die neuen Mädchen im Heimrat
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(Kahl 2018, S. 37), die wiederum ihr Wissen in der Gruppe weitergeben. Einzelne Gruppen beschäftigen sich zusätzlich mit Aspekten
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der Traumapädagogik: „Die Mädchen teilten mit, dass sie dieses
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Wissen gut für sich nutzen können, sich und andere besser zu verstehen […]“ (Hartung/Winkler 2018, S. 40). Auch wenn das SelbstVerstehen nicht einfach ist:
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„Traumapädagogik bedeutet, dass sich die Betreuer gemeinsam mit den Kindern
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viel über das Thema Trauma auseinandersetzen. Auf der einen Seite ist es gut für
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die Kinder, damit sie verstehen, warum sie in der Gruppe sind, auf der anderen
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Seite ist es schwere Arbeit für die Kinder, da es ein Thema ist, über das man
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viel nachdenken muss.“
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So Noah, ein Mitglied des Expert*innenrates des Fachverbandes
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Traumapädagogik (Weiß/Melonie/Söder 2019, S. 154).
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