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Jungen. In einigen Konzepten ist die Bedeutung traumatischer
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Übertragungen berücksichtigt, andere betonen die Gefahren
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eines inflationären und nicht sachgemäßen Umgangs mit Übertragungen und Gegenreaktionen (10.2, 14.3). Allen gemeinsam
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ist eine traumasensible Grundhaltung, in deren Zentrum die Annahme des guten Grundes steht: Das Verhalten des Kindes ist entwicklungsgeschichtlich verstehbar als eine normale Reaktion auf
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eine außerordentliche Belastung. Alle Konzepte fußen auf einem
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in der humanistischen Pädagogik und Psychologie begründeten
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Menschenbild: „Das Individuum verfügt potentiell über unerhörte
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Möglichkeiten, um sich selbst zu begreifen und seine Selbstkonzepte,
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seine Grundeinstellung und sein selbstgesteuertes Verhalten zu verändern; dieses Potential kann erschlossen werden, wenn es gelingt,
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ein klar definiertes Klima förderlicher psychologischer Einstellungen
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herzustellen“ (Rogers 1981, S. 66). Unterschiede finden sich in
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Inhalten und Gewichtungen im traumapädagogischen Handeln.
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Während einige „unter Traumapädagogik […] die konsequente Anwendung der Psychotraumatologie verstehen […]“ (Schmid 2013,
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S. 56), betonen andere die pädagogischen Traditionen der Traumapädagogik (Kühn 2013; Weiß 2016b) und gehen darüber hinaus. Es
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sei so, „[…] dass Trauma-Pädagogik im Feld der Sozialen Arbeit
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geradezu eine Wiedererinnerung an Aufgaben und Leistungen der
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Pädagogik leistet; […]“ (Winkler 2020, S. 29)
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Die Traumapädagogik ist Bestandteil der Pädagogik und Sozialen
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Arbeit, sie ist auch elementarer Teil der Psychotraumatologie. Wie
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Silke Gahleitner betont, leisten Fachkräfte der Sozialen Arbeit und
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der (Heil-)Pädagogik mit Abstand den größten Anteil der Traumaversorgung (Gahleitner/Schulze 2009). Pädagog*innen bereichern
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die fachliche Diskussion mit ihren beruflichen Traditionen, weil
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sie gegenüber dem klassifikatorischen Denken von Medizin und
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Psychiatrie eher aus dem subjektorientierten, prozesshaften und
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kontextorientierten, systemischen Denken kommen. Eine fachliche Debatte auf Augenhöhe – wie sie in den letzten Jahren im
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Rahmen der Zusammenarbeit des Fachverbandes Traumapädagogik
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und der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie geführt
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wird – kann sich auf den Schatz der unterschiedlichen Erfahrungen,
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Wissensstände und Methoden vieler Professionen stützen.
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