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Bewusstwerden des Schmerzes sei der einzige Weg, den Teufelskreis
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der Selbstdestruktion zu durchbrechen (ebd., S. 216).
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Die Anerkennung der Folgen
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Für Betroffene sexueller Gewalt bedeutet die Anerkennung von Leid
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auch die Anerkennung der Folgen: Markus spricht in einem Interview mit Eva Picard von der langen Zeit, die ihn die Auswirkungen
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der traumatischen Erfahrungen kosten:
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„Ich arbeite schon so lange, über 15 Jahre im Prinzip an meiner Vergangenheit und ich bin jetzt 51 Jahre und es scheint so für mich, als könnt ich das nie
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lösen.“ (Picard 2014, S. 89)
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Die 16-jährige Nathalie beschreibt ihre Verzweiflung:
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„Ich möchte, dass mir jemand hilft. Ich komme nicht mehr zurecht. Aber sobald
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es soweit ist, und mir jemand helfen will, geht nicht. Ich war jetzt bei drei verschiedenen Psychologen, drei verschiedene. Ich habe sie alle angeschrien, lass
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mich in Ruhe, hör auf, Dich in mein Leben einzumischen, es geht nicht mehr.“
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(ebd., S. 89)
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Mehr als verständlich ist der Wunsch, dass die Folgen von Gewalt
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in allen möglichen Formen anerkannt werden. „Dass gesehen wird,
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was es für Folgeschäden hat, dass man es als Betroffener wirklich
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schwerer hat“, so die Aussage eines Teilnehmers der Studie ‚Erwartungen Betroffener sexuellen Kindesmissbrauchs an gesellschaftlicher Aufarbeitung‘ (Kavemann et al. 2019, S. 66).
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Anerkennung ohne stigmatisierende Erfahrungen
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Unsere Expertin Katharina Vogel schildert (8.4) diskriminierende
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Reaktionen, wenn sie davon erzählt, dass sie in einer Einrichtung
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der Kinder- und Jugendhilfe aufgewachsen ist. Sie erhält negative
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