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Was sollte beforscht werden?
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Im vorliegenden Artikel1 sollen zunächst die Möglichkeiten und Grenzen traumapädagogischer Forschung kurz skizziert werden, um abschließend ein aktuelles
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Beispiel vorzustellen.
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Was sollte beforscht werden?
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Viele pädagogische Ideen und Haltungen der Traumapädagogik sind nicht wirklich neu, sondern finden sich bereits in den nun fast 100 Jahre alten Klassikern der
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Milieutherapie und Heimerziehung (vgl. auch Gahleitner in diesem Band; ebenfalls Schmid/Lang 2012; Schröder et al. 2023). Interessant ist eher, dass diese klassischen Konzepte durch die Ergebnisse aus der neurobiologischen Forschung der
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Psychotraumatologie eine Renaissance und empirische Bestätigung erfahren.
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Traumapädagogik begrenzt sich daher keineswegs nur auf die aktuellen Erkenntnisse der psychotraumatologischen Grundlagenforschung. Auch die epidemiologische Versorgungsforschung und Untersuchungen zur Effizienz und Effektivität
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von traumapädagogischen Konzepten im Sinne einer wissenschaftlichen Evaluation und kontinuierlichen Qualitätssicherung werden berücksichtigt. Traumapädagogische Konzepte werden auf dieser Basis kontinuierlich und konsequent weiterentwickelt.
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Forschung in der Traumapädagogik darf sich aber nicht nur auf die Anliegen,
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Hintergründe und Zusammenhänge der Zielgruppe und möglichst optimaler Methodik beschränken. Mitarbeiter*innen in diesem Bereich sind nicht selten heftigen Beleidigungen, körperlicher oder sexueller Gewalt, schweren Selbstverletzungen und Suizidversuchen oder sexuell mehrdeutigen Situationen ausgesetzt
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(Steinlin et al. 2015; 2016; Schmid et al. 2017). Mit multipel beeinträchtigten Klient*innen über lange Zeiträume in einer verstehenden Grundhaltung zu arbeiten
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und deren Gefühlswelt – im Gegensatz zu ärztlichen, psychotherapeutischen oder
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ambulanten sozialpädagogischen Settings – permanent und unmittelbar ausgesetzt zu sein, erfordert umfassende Kompetenzen von den psychosozialen Fachpersonen und optimale Rahmenbedingungen in den jeweiligen psychosozialen
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Institutionen. Basis für eine traumasensible Arbeit ist daher eine angemessene
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Kompetenzausstattung der Fachpersonen. Nur dann ist eine langfristige Berufstätigkeit mit angemessener Arbeitszufriedenheit und hohem Commitment möglich.
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Zudem ist dies wiederum Grundlage für eine auch in Krisen bestehende stabile
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Beziehungsgestaltung. Es ist daher unabdingbar, tragfähige Aussagen über Kompetenzanforderungen, Arbeitsbelastungen, jedoch auch Ressourcen und Bewältigungsmöglichkeiten für Fachpersonen zu beforschen und zu entwickeln.
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Der Artikel beruht auf einem längeren Prozess an Überlegungen zum Thema, die teilweise bereits in anderen Publikationen niedergelegt sind (insbesondere Gahleitner/Schmid 2014; Schröder/Gahleitner 2012).
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