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Bindungstheorie in ihrer Bedeutung für die Traumapädagogik
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(Mallinckrodt 2001). In der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen spielt dabei
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häufig auch eine gelungene Einbettung in tertiäre Netzwerke und Kooperationszusammenhänge, z. B. in Kinder- und Jugendhilfestrukturen, eine bedeutsame Rolle
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(vgl. Gahleitner/Homfeldt 2012; Gahleitner/Homfeldt in diesem Band).
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Die Praxis …
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Psychosoziale Fachkräfte verfügen in der Praxis über einen immensen Schatz an
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fachrelevanten Erfahrungen, häufig fällt es jedoch aufgrund des komplexen Arbeitsalltages schwer, das erworbene Erfahrungswissen systematisch an Konzepte
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zurückzubinden und selbstbewusst auf die eigene Berufsidentität zurückzugreifen
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(Gahleitner/Schulze 2009).
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Deutlich wurde: Es geht nicht nur um Anerkennung in der Dyade, sondern um
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die Herstellung von »wertschätzenden Verhältnissen« im gesamten Umfeld. Insbesondere bereits früh in desolate Verhältnisse eingebundene Kinder und Jugendliche sind sichtlich existenziell auf soziale Ressourcen angewiesen, die als positive
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Gegenhorizonte eine stabile psychosoziale Geborgenheit verbürgen könnten
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(Keupp 1997). »Dabei können vor allem Erzieher und andere wichtige Personen
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auch außerhalb der engen Kernfamilie eine entscheidende Rolle spielen« (Grossmann/Grossmann 2001/2014, S. 51). Der unumstritten wichtigste Schutzfaktor
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sind sogenannte »schützende Inselerfahrungen« (Gahleitner 2005, S. 63). Wie
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aber stellt man solche »schützenden Inselerfahrungen« her? Psychosoziale Fachkräfte tun dies tagtäglich – häufig intuitiv. Es gibt aber auch gute theoretische Erklärungsmodelle, warum dieser Aspekt in der Entwicklung und zum Schutz von
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Kindern so wichtig ist. Werden – bindungstheoretisch betrachtet – emotional
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wichtige Erlebnissequenzen bereits früh von mindestens einer Bezugsperson empathisch unterstützt, so werden »innere Gefühlszustände […] für das Kind auf der
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Ebene bewusster sprachlicher Diskurse ›verfügbar‹ « (Grossmann/Grossmann
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2012/2023, S. 448).
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Für diese Entwicklung braucht das durch traumatische Erfahrungen belastete
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Kind möglichst viele »korrigierende emotionale Erfahrungen« (Cremerius 1979,
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S. 588–590; vgl. bereits Alexander/French 1946, S. 66–70). »Selbst wenn die frühen Bindungserfahrungen erheblich negativ waren, können dennoch korrigierende – weil transparente und verlässliche – Bindungsangebote dazu beitragen, dass
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Kinder […] Vertrauensfähigkeit und ein sicheres Bindungsverhalten entwickeln
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lernen« (Weiß 2024, S. 126).
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Gelungene Beziehungssituationen– gleichgültig ob in einer Therapie, einer
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Heimsituation oder einer Pflegestelle – werden auf diese Weise Stück für Stück zu
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einem grundlegenden Prinzip der emotionalen, sozialen und kognitiven Entwicklung: Man nennt diese Prozesse auch »Mentalisierungsprozesse« (Fonagy et
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