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Raw Blame History

Haushalt lebenden Kind ist aber noch sehr gering und liegt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes bei immer noch weniger als 0,1 Prozent. Angesichts der skizzierten Veränderungen verliert nach der in früheren Zeiten dominierenden Großfamilie, die heute allenfalls noch fünf Prozent der Familien stellt, nun auch die noch in den 1980er Jahren am stärksten verbreitete Form der traditionellen bürgerlichen Kernfamilie allmählich ihre Vorherrschaft. In den hochentwickelten Gesellschaften entsteht eine breite Vielfalt verschiedener Ausprägungen und Formen von Familien von der Ein-Eltern-Familie über die Familie mit zwei berufstätigen Eltern bis hin zur Familie mit homosexuellen Eltern. Trotz der Auffächerung in verschiedene Formationen wird die Institution »Familie« von der großen Mehrheit der Bevölkerung als eine Einheit wahrgenommen. Die Mehrzahl von 70 Prozent der nachwachsenden Generation wächst heute in vollständigen Familien mit zwei Eltern auf. Aber es gibt auch gegenteilte Entwicklungen. Der Anteil von Alleinerziehenden steigt jedes Jahr und macht schon rund 20 Prozent aller Familien aus. Nach Trennung und Scheidung neu zusammengesetzte »Patchwork-Familien« stellen fast 10 Prozent. Die heutige Diagnose lautet, dass der Wandel der Familie eine konsequente Reaktion auf die gesellschaftlichen Veränderungen der letzten Jahrzehnte darstellt (Huinink 2011). Trotz der Verringerung der Familiengröße bei gleichzeitiger Zunahme der Heterogenität partnerschaftlicher Verbindungen sind die Merkmale Zugehörigkeit, Zuwendung und Schutz als Beschreibung von Familien relativ stabil geblieben. Der Wandel macht es aber auch notwendig, die Definition der Familie nicht an eine bestimmte Familienform zu binden (Matthies 2018). Auch darf die Definition nicht an bestimmte kulturelle Traditionen wie eine Ehebeziehung oder eine Beziehung