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intensiv wie Jugendliche mit der lebenslauftypischen Entwicklungsanforderung »Qualifizieren« konfrontiert. Es wird ihnen nachdrücklich vermittelt, dass sie in einer Wettbewerbsgesellschaft leben und ihre ersten Schritte auf dem Weg zur beruflichen Kompetenzbildung über ihre Chancen im gesamten späteren Lebenslauf entscheiden. Der Freiraum für eine verspielte Kindheit mit ausreichend Zeit für Umwege in der persönlichen Entwicklung ist damit äußerst begrenzt. Dabei spielen das Elternhaus und die soziale Herkunft eine besondere Rolle. Die Familie ist nach wie vor die eindeutig gewichtigste Sozialisationsinstanz im Kindesalter (s. hierzu vor allem das sechste Prinzip). Den Eltern kommt die Schlüsselrolle für alle Aspekte der Persönlichkeitsentwicklung zu. Doch müssen Kinder heute auch darauf eingerichtet sein, dass sich die Familienkonstellation jederzeit verändern kann. Die Beziehung der Eltern bricht in etwa jeder vierten Familie dauerhaft auseinander; die betroffenen Kinder sind dann gefordert, die Spannungen zu bewältigen, die sich aus diesen Veränderungen und einer eventuellen neuen Partnerbeziehung ihrer Eltern ergeben. Die sozialen Bindungen im Familienleben haben sich insgesamt gelockert. Sie ermöglichen es den Erwachsenen, flexible Formen von Partnerschaften einzugehen und zu leben, wodurch allerdings auch die Bedürfnisse der Kinder nach Gemeinschaft und Zugehörigkeit verletzt werden können. Kinder sind letztlich immer die »Anhängsel« der Partnerbeziehungen ihrer Eltern und insofern von deren Unsicherheit und Unbeständigkeit betroffen, ohne gestaltend auf sie einwirken zu können. Im Konsum- und Freizeitbereich erleben Kinder heutzutage wie Jugendliche und Erwachsene die Vorteile und die Nachteile einer demokratisch offenen, kommerziell orientierten Gesellschaft. Sie können sich vor allem bei der Nutzung von Medien weitgehend frei bewegen und sind im