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biopsychosoziale, kommunikative und natürliche Systeme in
gegenseitiger Abhängigkeit und sichern dadurch ihr Überleben und
ihre Entwicklung.
Für die soziale Ökologie ist darüber hinaus das Konzept der
„sozialen Netzwerke“ von besonderer Bedeutung. Durch sie sind
Menschen mit Menschen und sozialen Organisationen/Institutionen
wissentlich und unwissentlich, direkt und indirekt verbunden. In den
Netzwerken zirkulieren Informationen, die verbinden und voneinander
abhängig machen. Netzwerke können gegenseitige oder einseitige
Hilfen oder Behinderungen für einen „gelungenen Alltag“ (Thiersch
1992)
etablieren.
Formelle
Netzwerke
sind
offizielle
Organisationen/Institutionen, informelle Netzwerke entstehen durch
private Entscheidungen und sind schneller auflösbar (zum
Netzwerkkonzept siehe Keupp 1988b).
Im Sinne der Ökologie müssen System, Umwelt und die
ausbalancierte
Beziehung
zwischen
beiden
als
eine
zusammengehörende Gestalt betrachtet werden: Ein System existiert
nur mithilfe seiner Umwelt, die es zu erhalten gilt und mit der es sich
zusammen entwickelt. Die Begriffe System und Ökologie können
gleichbedeutend verwendet werden: Ökologisches Denken ist
systemisches Denken.2
Pure natürliche Ökosysteme (erste Natur) gibt es nicht mehr. Der
Mensch hat die Natur zu seiner Entwicklungsressource gemacht und
sie dabei nachhaltig sozial verändert. Dabei ist die systemische
Balance verloren gegangen, und es ist die Aufgabe der Gegenwart
und Zukunft, sie auf einem neuen Niveau wiederherzustellen. Eine
moderne soziale Ökologie muss darüber hinaus im Gegensatz zur
antiken
Sklavenhaltungsgesellschaft
die
wechselseitige
Anerkennung aller Menschen betonen. Das wird in den Grund- bzw.
Menschenrechten festgeschrieben, welche die Wertebasis aller
westlichen Demokratien bilden.
Neben
den
wechselseitigen
Abhängigkeitsund
Austauschbeziehungen sind es vor allem die Konzepte der Balance