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# Konzept der Kooperativen Prozessgestaltung
Das Konzept der Kooperativen Prozessgestaltung bildet das Kernstück der EPG-Facharbeit
und umfasst fünf aufeinander aufbauende Prozessschritte. Sämtliche Schritte sind
[unter Einbezug von klientInnenspezifischer & inter-/intraprofessioneller Kooperation](./page_03_konzept-kooperative-prozessgestaltung.evidence.md#reference-6)
durchzuführen — dies stellt eine durchgängige Querschnittsanforderung dar.
Der erste Prozessschritt ist die **Situationserfassung** (Hochuli Freund & Stotz, 2021,
Kap. 8). Dabei ist das
[Ziel, ein Bild der Fallsituation zu erhalten, methodenbasiert die Anliegen zu erfassen und die gegenwärtige Situation mit den vorläufigen Themen festzuhalten](./page_03_konzept-kooperative-prozessgestaltung.evidence.md#reference-1).
Die wichtigsten Fallinformationen werden fachgeleitet zusammengetragen: Auftrag,
beteiligte Personen, Vorgeschichte des begleiteten Menschen, Vorgeschichte in der
Organisation, gegenwärtige Situation und vorläufige Themen.
Im zweiten Prozessschritt, der **Analyse** (Kap. 9), wird
[ausgehend von den wesentlichen Fallinformationen, der gegenwärtigen Situation und den vorläufigen Themen anhand praxisrelevanter Analysemethoden eine Analyse durchgeführt](./page_03_konzept-kooperative-prozessgestaltung.evidence.md#reference-2).
Die wichtigsten Erkenntnisse werden in konstatierenden Hypothesen zusammengefasst
und gewichtet. Anschliessend wird die Fallthematik präzisiert.
Der dritte Prozessschritt ist die **Diagnose** (Kap. 10). Hier erfolgt eine
[Diskussion und fachliche Auseinandersetzung der Fallthematik vor dem Hintergrund zwei fallspezifisch ausgewählter fachlicher Wissensbestände / Theorien (theoriegeleitetes Fallverstehen)](./page_03_konzept-kooperative-prozessgestaltung.evidence.md#reference-3).
Die Wahl der Theorien bzw. Wissensbestände ist zu begründen. Aus den gewonnenen
Erkenntnissen werden erklärende Hypothesen abgeleitet und daraus eine handlungsleitende
Arbeitshypothese formuliert.
Im vierten Prozessschritt, der **Zielsetzung** (Kap. 11), wird der
[kooperative Zielbildungsprozess beschrieben mit hierarchisierter Zielformulierung (1 Fernziel, mind. 1 Grobziel)](./page_03_konzept-kooperative-prozessgestaltung.evidence.md#reference-4).
Jede Zielformulierung ist zu begründen. Auf Grobzielebene ist die Unterscheidung
zwischen Bildungszielen und Unterstützungszielen verbindlich vorzunehmen.
Der fünfte Prozessschritt, die **Interventionsplanung** (Kap. 12, insbesondere 12.5),
gliedert sich in vier Teilschritte. In Schritt 1 werden
[die wichtigsten Erkenntnisse aus den vorangegangenen Prozessschritten zusammengefasst und handlungsleitende Konzepte als konkrete Handlungsorientierung beigezogen](./page_03_konzept-kooperative-prozessgestaltung.evidence.md#reference-5).
In
[Schritt 2 und 3 werden Interventionsmöglichkeiten kooperativ entworfen und reflektiert](./page_03_konzept-kooperative-prozessgestaltung.evidence.md#reference-7).
In
[Schritt 4 erfolgt die fachlich begründete Auswahl von Interventionsmöglichkeiten](./page_03_konzept-kooperative-prozessgestaltung.evidence.md#reference-8),
woraus
[kooperativ 23 Feinziele abgeleitet, dem Grobziel zugeordnet und in Bildungs- und Unterstützungsziele unterteilt werden](./page_03_konzept-kooperative-prozessgestaltung.evidence.md#reference-9).