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Evidence: Kooperation und Multiperspektivität
Source document: praxis
Reference 1
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: Kooperation und Multiperspektivität
- Pages: 90
- Lines: 1020–1020
- Quote: "Soziale Arbeit befasst sich mit komplexen Problemstellungen, an der stets unterschiedliche Akteurinnen beteiligt sind. Für jeden steht etwas anderes im Fokus, er sieht und bewertet eine Situation vor seinem eigenen Hintergrund, der geprägt ist von persönlich-biografischen Erfahrungen, bei Fachleuten auch von professionsspezifischem Wissen."
Reference 2
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 1.1 »Was siehst du, wenn du schaust?«
- Pages: 91
- Lines: 1040–1040
- Quote: "Elizabeth Bennet -eine von fünf Töchtern der auf Grund der damals geltenden männlichen Erbfolge finanziell schlecht abgesicherten Familie Bennet -bekommt überraschend einen Heiratsantrag von dem von ihr verabscheuten reichen Landadligen Mr. Darcy. Empört weist sie Darcy ab mit der Begründung, er habe sich ihr gegenüber unhöflich verhalten, habe den sympathischen Mr. Wickham um sein Erbe betrogen, und v. a."
Reference 3
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 1.2 Multiperspektivität als Fachbegriff der Sozialen Arbeit
- Pages: 93
- Lines: 1056–1056
- Quote: "Auch in der Praxis- und Wirkungsforschung der Sozialen Arbeit hat sich der Begriff › Multiperspektivität ‹ mittlerweile etabliert. In den letzten Jahren habe sich ein breiter Konsens darüber entwickelt, dass nur ein multiperspektivischer Ansatz der Komplexität des sozialen Feldes annähernd gerecht werden könne, halten Koch und Fertsch-Röver fest (vgl. 2010:123)."
Reference 4
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 2.3 Nebeneinander oder miteinander?
- Pages: 95
- Lines: 1078–1078
- Quote: "In der Praxis erfolgt der Prozess der Fallbearbeitung zunächst je innerhalb einer Profession. Alle Fachleute erfassen, analysieren, erklären, skizzieren Ziele und Interventionen auf Grund ihres spezifischen Zugangs, mit Hilfe ihrer je eigenen Methoden und Wissensbestände. Auf diese Weise kann das spezifische Fachwissen fruchtbar gemacht werden kann. An welcher Stelle jedoch setzt die interprofessionelle Kooperation ein?"
Reference 5
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 2.3 Nebeneinander oder miteinander?
- Pages: 96
- Lines: 1092–1092
- Quote: "Im Beispiel werden vielleicht die Beobachtungen der Lehrkraft und der Schulsozialarbeiterin zum Rückzugsverhalten des Kindes in Situationen von Meinungsverschiedenheiten/aufkeimenden Konflikten vorgestellt. Es wird gemeinsam nach weiteren Erklärungen über die familiäre und schulische Beziehungs- und die Psychodynamik ausgesucht."
Reference 6
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 2.4 Hindernisse und Mehrwert
- Pages: 97
- Lines: 1108–1108
- Quote: "6 Ein solcher Verständigungsprozess über das, was als Problem gesehen wird, verändere den Problemcharakter einer Situation, schreibt Pantu č ek (2012:75) und betont: »Ohne dass dadurch Interessensdifferenzen aufgehoben wären, ist doch eine kommunikative Bearbeitung möglich.«"
Reference 7
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 3 Perspektive der Klientinnen und Klienten
- Pages: 98
- Lines: 1130–1130
- Quote: "9 Und Liebe (2012:11) formuliert: Voraussetzung für eine Multiprofessionalität sei, »dass die jeweiligen professionellen Aufgaben- und Kompetenzprofile gekannt und anerkannt werden«."
Reference 8
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 3.1 Koproduktion, Motivation und Arbeitsbeziehung
- Pages: 100
- Lines: 1146–1146
- Quote: "Interesse auch daran, wie sie selbst ihre Situation sieht -das heisst Interesse an ihrer Perspektive. 13"
Reference 9
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 3.2 Kooperative Prozessgestaltung: gemeinsam mit Klientinnen und Klienten
- Pages: 101
- Lines: 1164–1164
- Quote: "ist die Analysemethoden-Kategorie › Perspektivenanalyse ‹ von besonderem Interesse:"
Reference 10
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Section: 3.2 Kooperative Prozessgestaltung: gemeinsam mit Klientinnen und Klienten
- Pages: 101
- Lines: 1180–1180
- Quote: "18 Und das Ergebnis (die Netzwerkkarte usw.) gehört der Klientin; für die Akte der Professionellen kann allenfalls ein Foto erbeten werden."
Reference 11
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Kooperation und Multiperspektivität
- Section: 1.2 Multiperspektivität als Fachbegriff der Sozialen Arbeit
- Pages: 93
- Lines: 1062–1066
- Quote: "Unter multiperspektivischem Vorgehen versteht Müller, dass sozialpädagogisches Handeln einen bewussten Perspektivenwechsel zwischen unterschiedlichen Bezugsrahmen erfordert, z. B. einem verfahrensrechtlichen, pädagogischen, medizinischen oder fiskalischen (vgl. Müller 2017:23)."
Reference 12
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Kooperation und Multiperspektivität
- Section: 2.1 Komplexe Problemstellung
- Pages: 94
- Lines: 1073–1076
- Quote: "Soziale Arbeit ist gekennzeichnet durch die Zuständigkeit für unterschiedlichste, komplexe, oft auch unklare Probleme von Menschen. Diese sog. »diffuse Allzuständigkeit« (vgl. u. a. Galuske 2011:36ff.) bedeutet nicht nur, dass immer wieder die eigene Zuständigkeit überprüft und der Auftrag geklärt werden muss, es ergibt sich daraus auch die Notwendigkeit der Kooperation mit anderen Berufsgruppen"
Reference 13
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Kooperation und Multiperspektivität
- Section: 2.3 Nebeneinander oder miteinander?
- Pages: 95
- Lines: 1083–1085
- Quote: "Bei additiven Kooperationen agieren die Kooperationspartner nebeneinander: Die Leistungen der einzelnen Berufsgruppen und Professionen werden unabhängig voneinander erbracht, sie werden aber zeitlich aufeinander abgestimmt (vgl. Wöhrl 1988:233f., zit. in Homfeldt/Sting 2005:205)."
Reference 14
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Kooperation und Multiperspektivität
- Section: 2.3 Nebeneinander oder miteinander?
- Pages: 96
- Lines: 1088–1091
- Quote: "Bei integrativen Kooperationen reicht die Zusammenarbeit weiter. Kern dieser Kooperationsvariante ist der Prozess der fachlichen Verständigung. Ziel ist die »koordinierte, systemische statt sektorielle Bearbeitung praktischer Probleme von Klient/innen« (Obrecht 2005:16)."
Reference 15
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Kooperation und Multiperspektivität
- Section: 2.4 Hindernisse und Mehrwert
- Pages: 97
- Lines: 1112–1114
- Quote: "Bereits Alice Salomon hat dies als wichtiges Prinzip von sozialer Diagnose gesehen: »[ … ] denn die soziale und die ärztliche Feststellung ergänzen einander, und Arzt und Fürsorgerin müssen zur Erreichung der Ziele beider zusammenwirken. Die Beobachtungen des einen können die Auffassungen des anderen beeinflussen« (Salomon 1926:30)."
Reference 16
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Kooperation und Multiperspektivität
- Section: 2.4 Hindernisse und Mehrwert
- Pages: 98
- Lines: 1127–1128
- Quote: "Eine erste Voraussetzung jedoch ist die Tatsache, dass die verschiedenen Perspektiven transparent sind -oder, wie es Fegert und Schrapper (2004:5) prägnant formulieren: »Wer zusammenarbeiten will oder soll, muss voneinander wissen.«"
Reference 17
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Kooperation und Multiperspektivität
- Section: 3 Perspektive der Klientinnen und Klienten
- Pages: 99
- Lines: 1132–1134
- Quote: "Eine soziale Dienstleistung ist eine koproduktive, gemeinsam erbrachte Leistung von Professionellen und Klienten (vgl. Olk et al. 2003:XIII). Der Kern professionellen Handelns besteht im Handeln gemeinsam mit Klienten."
Reference 18
- Document: Kooperative Prozessgestaltung in der Praxis
- Chapter: Kooperation und Multiperspektivität
- Section: 4 Verschränkung von Perspektiven in der Kooperation
- Pages: 106
- Lines: 1237–1240
- Quote: "Wenn aber mehrere gemeinsam schauen, sehen sie eine vielgestaltigere, farbigere Welt, und es zeigen sich weitere Möglichkeiten, wie Unterstützung aussehen und wie eine Veränderung möglich werden kann."