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6.3 Psychotherapie mit Kindern und Jugendlichen
und Patient, vor allem die zwischen den Persönlichkeiten, aber dann auch zwischen dem Behandlungsmodell und dem Störungsmodell. Wichtige therapeutische Grundprinzipien sind Kompetenz des Therapeuten, Kongruenz, Wärme
und Engagement des Therapeuten sowie Wertschätzung und Akzeptanz. Ebenso
wichtig ist es, Empathie und Feinfühligkeit umzusetzen, strukturgebend Unterstützung zu gewähren und die Co-Regulation affektiver Zustände aktiv mitzugestalten. Es lassen sich Übertragungs- und Realbeziehung unterscheiden.
In der Kindertherapie ist das Spiel das zentrale Medium. Interventionen des
Therapeuten erfolgen verbal und auf Spielebene, sie geben Resonanz auf die
Selbst- und Lebensäußerungen und ermöglichen den Kindern die Aktivierung
eigener Ressourcen, die innere Klärung und Überwindung innerpsychischer
Inkongruenzen. Aus Metaanalysen von Therapiestudien und Prozessanalysen
von Therapieverläufen lassen sich fünf Wirkfaktoren im therapeutischen Prozess
therapieformenübergreifend feststellen: Ressourcenaktivierung, Hilfe zur Problembewältigung, Klärung, Prozessuale Aktivierung sowie Allgemeiner Kompetenzerwerb.
Fragen zur Selbstüberprüfung
1. Welches sind entwicklungsförderliche Beziehungsparameter, die Bedeutung
für den Therapieverlauf haben?
2. Welche Interventionsebenen lassen sich in der Kindertherapie unterscheiden?
3. Wie ist das Verhältnis der Realisierung von Wirkfaktoren einerseits und der
therapeutischen Beziehung andererseits?
Weiterführende Literatur
Weinberger, S. (2015). Kindern spielend helfen. Eine personzentrierte Lern- und Praxisanleitung (6., überarb. Aufl.). Weinheim: Beltz.
In diesem Buch werden Begründungen und Grundlagen der Kinderpsychotherapie,
insbesondere der Spieltherapie, systematisch dargestellt. Ausgangspunkt ist dabei
eine humanistische, moderne personzentrierte Sicht; allerdings werden die Ansätze
anderer Therapieschulen integriert und ein störungsspezifisches therapeutisches
Vorgehen für verschiedene Auffälligkeiten beschrieben.
Gahleitner, S., Fröhlich-Gildhoff, K., Wetzorke, F. & Schwarz, M. (Hrsg.) (2011). Ich sehe was,
was Du nicht siehst … Gemeinsamkeiten und Unterschiede der verschiedenen Perspektiven
der Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie. Stuttgart: Kohlhammer.
In diesem Band werden seelische Erkrankungen und ihre Behandlungsformen aus
unterschiedlichen Perspektiven der verschiedenen Therapieschulen betrachtet.
Schneider, S. & Margraf, J. (Hrsg.). (2019). Lehrbuch der Verhaltenstherapie, Band 3: Psychologische Therapie bei Indikationen im Kindes- und Jugendalter. Berlin: Springer.
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