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6 Unterstützungs- und Begegnungsmöglichkeiten bei Verhaltensauffälligkeiten

Zusammenfassung Die Frühförderung ist ein Angebot für Kinder, die behindert oder von Behinderung bedroht sind, besonders in den ersten drei Lebensjahren, aber auch darüber hinaus bis zur Einschulung. Es gibt zwei Formen der Frühförderversorgung: Interdisziplinäre Frühförderstellen, welche eine regionale Angebotsstruktur anbieten und eine vorwiegend pädagogische und psychologische Ausrichtung haben, sowie Sozialpädiatrische Zentren, die einen überregionalen Versorgungsauftrag mit überwiegendem medizinischem Schwerpunkt haben. Das Angebot der Frühförderstellen ist ganzheitlich und interdisziplinär ausgerichtet. In der Regel wird familienbezogen gearbeitet. Verschiedene Dienste sind untereinander vernetzt, aber auch mit anderen Institutionen wie dem Jugendamt oder Kindertageseinrichtungen. Das Spektrum der Arbeit umfasst Früherkennung, Diagnostik, Förderung und Therapie der Kinder, Beratung und Begleitung der Bezugspersonen. In den letzten Jahren haben sich darüber hinaus spezifische Unterstützungsmöglichkeiten für (werdende) Eltern und Säuglinge herausgebildet. Mittlerweile haben sich, auch bedingt durch die Gesetzeslage, nahezu flächendeckend Angebote der sog. »Frühen Hilfen« auf struktureller Ebene etabliert (Überblick: Nationales Zentrum Frühe Hilfen, www.fruehehilfen.de), die unterschiedliche Angebote zur Prävention, aber auch zum Kinderschutz koordinieren. Hier lassen sich folgende Formen unterscheiden: Elternkurse durch Familienbildungsstätten, Hebammen etc.; entwicklungspsychologische Beratung für junge Eltern; Eltern-Säuglings-Psychotherapie; sowie Sprechstunden für sogenannte »Schreibabys«. Letztgenannte haben als Eltern-Kleinkind-Beratungen mittlerweile eine längere Tradition und es lassen sich sehr gute Erfolge mit relativ geringem Aufwand nachweisen.

Fragen zur Selbstüberprüfung

  1. Welche Rolle spielt die Familie im Prozess der Frühförderung?
  2. Welche Beratungsformen werden in der Frühförderung angeboten?
  3. Wie wird in den »Sprechstunden für Schreibabys« gearbeitet?
  4. Was sind Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Frühförderung und Frühen Hilfen?

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