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5.3 Komplexe Auffälligkeiten

emotionalen Erlebens, des emotionalen Ausdrucks und des Verhaltens und zeigt sich in einer Reihe von persönlichen und sozialen Situationen (d. h. sie ist nicht auf bestimmte Beziehungen oder soziale Rollen beschränkt). Die Verhaltensmuster, die die Störung charakterisieren, sind entwicklungsmäßig nicht angemessen und können nicht in erster Linie durch soziale oder kulturelle Faktoren, einschließlich sozialpolitischer Konflikte, erklärt werden. Die Störung ist mit erheblichem Stress oder einer signifikanten Beeinträchtigung in persönlichen, familiären, sozialen, schulischen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen verbunden« (BfArM 2022). Dabei werden drei Schweregrade unterschieden (»leichte«, »mäßige« und »schwere« Persönlichkeitsstörung, ebd.) Aufgrund ihres Konzeptes der Persönlichkeitsentwicklungsstörung im Kindesund Jugendalter beschreiben Adam und Peters (2003) diese beiden »typischen Erscheinungsbilder« unter dem Oberbegriff der emotional instabilen Persönlichkeitsentwicklungsstörung wie folgt: Impulsiver Typus: • »Kinder und Jugendliche, die leicht in extreme innere Anspannung geraten, dann schnell reizbar sind und schon bei geringen Anlässen zu Wutausbrüchen neigen. • Impulsives Verhalten, Handlungen ohne Berücksichtigung der Konsequenz. • Schwierigkeiten, Handlungen beizubehalten, die nicht unmittelbar belohnt werden. • Nicht abschätzen können von Gefährdungen. • Besonders ausgeprägte, plötzliche Wechsel des Funktionsniveaus. • Häufige Verstimmungen, unerträgliche Spannungen, die keinem Gefühl mehr zugeordnet werden können. • Gefühlsstürme (d. h. plötzliche und heftige Gefühlsreaktionen mit Angst, Verzweiflung oder Zorn). • Häufige unangemessene Wut bei scheinbar kleinen Anlässen, manchmal gefolgt von Scham und Schuldgefühlen. • Mildere Formen von impulsivem, selbstschädigendem Verhalten (zum Beispiel auch Fressanfälle, aber auch unüberlegtes Weglaufen). • In Phasen extremer Emotionen: Normales Denken erscheint wie abgeschaltet und man hat das Gefühl, der Betreffende steht neben sich. • Häufige Streitereien und Konflikte mit anderen, vor allem dann, wenn impulsive Handlungen unterbunden oder getadelt werden. Borderline-Typus: Kinder und Jugendliche, die die Merkmale des impulsiven Typus aufweisen, die aber zusätzlich im zwischenmenschlichen Bereich zwischen Nähe und Distanz schwanken und sich in Beziehungen sehr wechselhaft verhalten. Zu den Merkmalen des impulsiven Typus kommen folgende Merkmale hinzu:

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