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5 Spezifische Formen von Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
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hohe Auftretenshäufigkeit negativer Emotion
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eingeschränkte Fähigkeit eigene Gefühle wahrzunehmen
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hohes Ausmaß emotionaler Ansteckung
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eingeschränkte Fähigkeit den mimischen Emotionsausdruck anderer Personen zu interpretieren
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• mangelndes Emotionsverständnis« (ebd., S. 111).
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Aggressiven Kindern stehen unzureichende »Emotionsregulationsstrategien« (ebd.)
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zur Verfügung; sie verfügen über weniger Selbstberuhigungsstrategien (s. o.), können sich schlechter aus emotionsauslösenden Situationen zurückziehen und haben
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weniger kognitive Strategien (z. B. internale Aufmerksamkeitsumlenkung) oder
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externale Regulationsstrategien (z. B. alternatives körperliches Ausagieren). Krahé
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(2001) beschreibt eine erhöhte Irritabilität, also eine generelle Tendenz, impulsiv
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oder konflikthaft/kontrovers zu reagieren, schon bei geringsten Provokationen oder
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Nicht-Übereinstimmungen (ebd., S. 54). Eine Vielzahl weiterer Untersuchungen
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bestätigt die »gestörte Impulskontrolle«, die dazu führt, dass aggressives Verhalten
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unzureichend gehemmt wird (vgl. Loeber & Hay 1997, Zusammenstellungen bei:
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Scheithauer & Petermann 2004, Petermann et al. 2001).
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e) Handlungspotential
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Kinder mit deutlich aggressiverem Verhalten verfügen generell über weniger
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Kompetenzen, in Konfliktsituationen nicht aggressiv zu handeln und über ein
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geringeres »Repertoire« an Handlungspotentialen in sozialen Situationen (vgl.
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Scheithauer & Petermann 2004, Essau & Conradt 2004). Damit verbunden hat
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sich oftmals eine Werthaltung herausgebildet, die Aggression als legitime Form
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des Sozialverhaltens ansieht. »Believes about the legitimacy of aggression can be
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seen as part of an individual’s aggressive script, developed on the basis of direct
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and vicarious learning experiences« (Krahé 2001, S. 53). Diese Verengung oder
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Vereinseitigung von Verhaltensmöglichkeiten steht in einem engen Zusammenhang mit den o. g. Formen der Informationsverarbeitung und der Selbstwerterhöhung.
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Zusammenfassend lassen sich auf der Ebene der Selbststruktur bzw. handlungsleitenden innerpsychischen Schemata vier Variablen identifizieren, die in einer
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Wechselwirkung die Disposition zu überdauerndem aggressivem Verhalten hervorbringen und in einem sich selbst verstärkenden Prozess stabilisieren:
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1. Defizite bzw. Einschränkungen in der Selbst- und Fremdwahrnehmung
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2. Einschränkungen in der Steuerung und Regulation von Emotionen und daraus
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resultierenden Verhaltensimpulsen (Selbststeuerung)
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3. Unsicherer Selbstwert bzw. fehlende Selbstwirksamkeitserwartungen, die durch
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aggressives Verhalten – kurzfristig – kompensiert bzw. stabilisiert werden
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4. Defizite im Bereich der sozialen Kompetenzen besonders in unsicheren sozialen
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Situationen und Konfliktsituationen.
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