2026-001/documents/theory/diagnostics/verhaltensauffaelligkeiten/pages/083.md

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Spezifische Formen von
Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern und
Jugendlichen
5.1
Internalisierende Auffälligkeiten
5.1.1
Depression
Einleitung
Im Jugendalter ist die Depression eine der häufigsten psychischen Erkrankungen.
Die Anzahl an Fachveröffentlichungen pro Jahr zum Thema der depressiven Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen hat sich, im Vergleich zwischen den
Jahren 2000 und 2022, mehr als versechsfacht (eigene Recherche, Datenbank Scopus). Dies zeigt ein stetig zunehmendes Interesse der Fachwelt an dem Thema, das
sich durch den Anstieg der mit depressiven Störungen assoziierten Symptomen bei
Kindern und Jugendlichen in Zusammenhang mit der Pandemie (z. B. in internationalen Studien: Barendse et al., 2023; Bignardi et al. 2021; Deutschland: z. B.
Ravens- Sieberer et al.,2021; Kostev et al., 2021) möglicherweise weiter verstärkt.
Das Vorhandensein affektiver Erkrankungen ist einer der größten Risikofaktoren
für Suizidalität. Auf diese Problematik wird hier nicht eingegangen, weil dieses
Thema den Rahmen des Beitrags sprengen würde (vgl. hierzu z. B. Teismann et al.,
2021).
Symptomatik
Die Depression wird grundsätzlich den »internalisierenden« Störungen zugeordnet
(vgl. In-Albon, 2012, Groen & Petermann 2011). Nach ICD-10 müssen, um die
Diagnosekriterien für eine depressive Episode (F32) zu erfüllen, zwei von drei
Kernsymptomen über einen Zeitraum von zwei Wochen bestehen:
• depressive Stimmung: andauernde deutliche emotionale Niedergeschlagenheit
oder Traurigkeit oder auch eine erhöhte Reizbarkeit,
• Anhedonie: eingeschränkte Möglichkeit, Freude, Lust und Interesse zu empfinden
• Antriebslosigkeit: verminderter Antrieb, weniger Aktivität oder eine leichtere Erschöpfung und Ermüdbarkeit
Diese Kernsymptome werden, geordnet nach Kategorien, durch weitere Störungsmerkmale ergänzt:
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