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3.3 Integratives bio-psycho-soziales Modell zur Erklärung von Verhaltensauffälligkeiten
Nicht
gelingende
Regulation
Dauerhafte „Antwortbereitschaft“
wird zum (Persönlichkeits-)
Strukturmerkmal
(Dauer-)
Stress
Nicht
gelingende
Bewältigung • Permanente Anspannung/Aktivierung
von
• Erlebte Diskrepanz
Entwickzwischen Anfordelungsrungen und
aufgaben
Fähigkeiten
• Fehlendes Selbstwirksamkeitserleben,
fehlendes Kontrollerleben
Ohnmacht,
sozialer
Rückzug
Internalisierend
(depressiv)
Aggressivabgrenzend,
Kontrollversuch
durch„Übermacht“
Externalisierend
(aggressiv,
dissozial,
narzisstisch)
Hin- und
Herschwanken
Defizit Emot.
regulation
Ambivalent
(Borderline)
Somatisierung
Abb. 3.6: Prozess der Entwicklung von Regulationsstörungen zu Persönlichkeits-Strukturmerkmalen
wie »störanfällig« der Prozess der Affektregulierung und -abstimmung zwischen
Kind und Bezugsperson ist und dass inkongruente und nicht-wertschätzende Erfahrungen zu Störungen im Prozess der Selbstkonzept-Bildung führen).
c)
Die Fähigkeit zur Perspektivenübernahme und Mentalisierung
»Empathie, d. h. das Vermögen, sich in andere Personen hineinversetzen zu können,
ihre Gedanken nachvollziehen und ihre Gefühle identifizieren und nachempfinden
zu können, ist eine wesentliche Voraussetzung für adäquates Verhalten in zahlreichen sozialen Interaktionen. Empathische Fähigkeiten unterstützen unter anderem
das Verständnis und die Akzeptanz von Menschen aus anderen Kulturkreisen oder
sozialen Schichten, helfen Missverständnissen und Konflikten vorzubeugen und
machen nicht zuletzt auch sensibler im Umgang mit Menschen, die Hilfe brauchen«
(Aßhauer et al. 1999, S. 13).
Mitgefühl als Vorform von Empathie, »als eine Reaktion auf die Notlage und den
Kummer einer anderen Person« (Ulich et al. 2002, S. 113) kann schon im Alter von
24 Monaten beobachtet werden und führt dann zu Vorformen prosozialen Verhaltens. Wesentlich ist auch hier das Verhalten der Bezugspersonen als Vorbild und in
der direkt erlebten Interaktion (ebd.).
Voraussetzung für das Entwickeln von Empathie ist die Fähigkeit zur Perspektivenübernahme. Die meisten Kinder sind mit einem Alter von zwei Jahren in der
Lage, zu erkennen, dass andere Menschen gleichfalls Wünsche haben, können diese
aber noch nicht mit den eigenen Wünschen abgleichen oder in ein Verhältnis setzen.
Untersuchungen zur Fähigkeit, die Perspektive anderer zu übernehmen, sich gedanklich in sie hinein zu versetzen (»Theory of Mind«, Premack & Woodruff 1978),
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