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Zusammenfassung
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die Familie und die Gemeinschaft, auf die Entwicklung von Persönlichkeitseigenschaften auswirken« (Stompe & Ritter; 2014, S. 11).
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Diese Erkenntnis hat nicht nur Auswirkungen auf das Verstehen von Verhaltens»auffälligkeiten« und psychischen Erkrankungen, sondern auch auf die (Psycho‐)Therapie: Es müssen die kulturellen Hintergründe mitbedacht und geachtet
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werden; Machleidt und Graf-Callies (2015) sprechen von der Notwendigkeit »kulturell adaptierter Behandlungskonzepte«. Das betrifft auch die (psycho‐)therapeutische Behandlung von Menschen mit Migrationshintergrund. Es existieren mittlerweile ausgereifte Konzepte einer kultursensitiven Psychotherapie (z. B. von
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Lersner & Kizilhan, 2017) und entsprechende Qualifizierungsprogramme (z. B.
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Mösko et al., 2012).
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Zusammenfassung
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(Verhaltens‐)Auffälligkeit ist immer ein soziales Konstrukt, das in Zusammenhang mit sozialen Gruppen- oder Individualnormen zu betrachten ist. Kriterien
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für Auffälligkeiten bzw. Störungen sind insbesondere: Die Stärke und Anzahl der
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Symptome, die psychosozialen Beeinträchtigungen, das jeweilige Alter und Geschlecht sowie die Dauer des Auftretens. Grundsätzlich ist eine scharfe Trennung
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zwischen auffällig/unauffällig bzw. normal/»gestört« schwer zu treffen; man geht
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deshalb von einer Dimension mit den Polaritäten unauffällig/normal auf der
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einen und auffällig/»gestört« auf der anderen Seite aus.
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Die Diagnosen von Auffälligkeiten bzw. seelischen Störungen sind in den
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Systemen ICD-10 bzw. ICD-11 (Internationale Klassifikation psychischer Störungen) bzw. DSM-5 (Diagnostisch-statistisches Manual psychischer Störungen)
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beschrieben und kategorisiert. Eine dimensionale Klassifizierung beschreibt drei
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Gruppen von Auffälligkeiten: Internalisierende Störungen, externalisierende
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Störungen und gemischte Störungen.
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Bezüglich der Epidemiologie und der Auftretungshäufigkeit der Störungen
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gibt es in verschiedenen Untersuchungen sehr unterschiedliche Daten aufgrund
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differierender Untersuchungsdesigns. Lässt man diese Differenzen beiseite, so
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kann man davon ausgehen, dass die Prävalenz von Verhaltensauffälligkeiten bei
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Kindern und Jugendlichen (über alle Störungsbilder hinweg) bei ca. 18–20 %
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liegt. Bei der Betrachtung des Geschlechts zeigt sich, dass Jungen eher externalisiernde, Mädchen eher internalisierende Auffälligkeiten zeigen; vor dem Jugendalter werden generell häufiger bei Jungen Auffälligkeiten beobachtet, ab der
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Adoleszenz verändert sich dieses Verhältnis zu Ungunsten der Mädchen. Bei
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Diagnose und Therapie sind kulturspezifische Aspekte zu berücksichtigen.
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