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2.2 Klassifikationssysteme
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2.2
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Klassifikationssysteme
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2.2.1
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Kategoriale Klassifikation
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International haben sich zwei Systeme zur Klassifikation psychischer Störungen
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durchgesetzt: Zum einen das System der »Internationalen Klassifikation psychischer
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Störungen (ICD)« der Weltgesundheitsorganisation WHO, das in seiner elften
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Version vorliegt (BfArM, 2022) und die immer noch gebräuchliche zehnte Version
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(ICD-10, deutsch: Dilling et al. 2002) ablösen wird. Zum anderen das »Diagnostische
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und statistische Manual psychischer Störungen« (Diagnostic and Statistical Manual
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of Mental Disorders), das aktualisiert in seiner fünften Version vorliegt (DSM-5,
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American Psychiatric Association 2013; deutsche Ausgabe: Falkal & Wittchen 2015).
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Diese Systeme basieren auf der breiten klinischen Erfahrung einer Vielzahl von
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Fachleuten und auf dezidierteren statistischen Analysen. Die Diagnosesysteme
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haben sich im Laufe ihrer Revisionen zunehmend aneinander angeglichen; eine
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Gegenüberstellung der einzelnen Diagnosekategorien für den Bereich Kinder und
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Jugendliche findet sich bei Petermann et al. (2002a, S. 35 ff) bzw. Döpfner et al.
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(2000a, S. 11 ff).
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In diesen Klassifikationssystemen werden lediglich Symptome zusammengefasst,
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so dass einzelne Störungsbilder beschrieben werden bzw. zu beschreiben versucht
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werden. Diese Klassifikationssysteme machen keine Aussagen über Ursachen der
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jeweiligen Störungen und mögliche Therapien. Eine konsequente Weiterführung
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dieses Systems sind die »Leitlinien zur Diagnostik und Therapie von psychischen
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Störungen im Säuglings-, Kindes- und Jugendalter« der »Deutschen Gesellschaft für
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Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie« (2016). Hier werden die unterschiedlichen Störungsbilder – bezogen auf die ICD-Klassifikation – hinsichtlich
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der Symptome, des Schweregrads, der störungsspezifischen Diagnostik und Differenzialdiagnostik, einer multidimensionalen oder -axialen Bewertung sowie der
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Interventionen beschrieben (https://www.dgkjp.de/wissen/aktuelle-leitlinien/).
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Das System des ICD im deutschen Raum ist weiter verbreitet und stellt zudem die
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Grundlage der Klassifikationen im deutschen Gesundheitssystem dar.
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Im Kapitel F der »Internationalen Klassifikation psychischer Störungen –ICD-10«
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sind klinisch-diagnostische Leitlinien spezifisch für psychische Störungen kategorisiert und klassifiziert (Dilling et al. 2002). Die psychischen Störungen sind nach
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folgenden Gesichtspunkten geordnet:
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F0
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F1
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F2
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F3
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F4
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Organische, einschließlich symptomatischer psychischer Störungen
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Psychische und Verhaltensstörungen durch psychotrope Substanzen
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Schizophrenie, schizotype und wahnhafte Störungen
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Affektive Störungen
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Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen
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hinderung und Gesundheit), entwickelt – dies kann jedoch hier nicht ausgeführt werden
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(vgl. dazu z. B.www.dimdi.de/dynamic/de/klassi/icf/)
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