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7.3.1 Ein Fallbericht aus der Praxis des Projektes: Familie K.
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Die Familie K. besteht aus einer allein erziehenden Mutter (39) mit
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drei Kindern – Josephine (14), 8. Klasse Förderschule, Mike (13), 6.
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Klasse Förderschule, und Johanna (10), 5. Klasse Hauptschule. Sie
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lebt jetzt in einer einfachen Vierzimmerwohnung in einem kleinen
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Dorf. Der Vater der drei Kinder, mit dem Frau K. nicht verheiratet
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war, verließ die Familie ein Jahr nach der Geburt von Johanna. Das
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Sorgerecht liegt bei der Mutter. Kontakte mit dem Vater finden nur
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äußerst unregelmäßig statt. Die Familie lebt von Sozialhilfe, die
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durch kleine Nebenjobs der Mutter aufgebessert wird.
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Der Erstkontakt zwischen der Familie K. und unserer Einrichtung
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wurde durch den Allgemeinen Sozialen Dienst 1996 hergestellt,
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nachdem Frau K. mehrfach wegen Vernachlässigung ihrer Kinder
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durch Nachbarn angezeigt worden war. Zu diesem Zeitpunkt lebte
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die Familie noch in einer kleinen in einem sozialen Brennpunkt
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liegenden Wohnung. Die häusliche Situation war recht ungeordnet:
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keine regelmäßigen Mahlzeiten, mangelnde hygienische Verhältnisse,
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keine Förderung für die Kinder und insgesamt wenig Struktur. Die
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Mutter war oft in einem alkoholisierten Zustand, hatte häufigen
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Männerbesuch und ließ die Kinder über Stunden allein in der
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Wohnung.
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Im Hilfeplangespräch wurde die Frage diskutiert, ob die Kinder
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ausreichend
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und
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zuverlässig
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versorgt
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sind.
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Das
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Tagesgruppenangebot für Josephine und Mike stellte eine Alternative
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zur Heimunterbringung dar. Ein Betreuungsangebot für Johanna kam
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1996 nicht zustande, da die Mutter keinen Bedarf formulierte. Auf
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unseren Wunsch wurde eine Ärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie
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hinzugezogen. Die Diagnostik der beiden älteren Kinder ergab, dass
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sie in einem deprivierenden sozialen Milieu leben, das sich ungünstig
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auf die Schulleistung und das Sozialverhalten auswirkt. Weiterhin
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wurde ein Rückstand in der motorischen Entwicklung bei Josephine
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festgestellt.
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Die über einen längeren Zeitraum angelegte Maßnahme
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beinhaltete anfangs zwei wesentliche Aufträge für uns:
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