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7.1.3.2.2 Erstkontakt
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Frau C. kommt zum verabredeten Termin in der Hoffnung, von der
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Sozialberaterin das gewünschte Geld zu erhalten. Sie ist in ihrer
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ganzen Erscheinung aufgelöst: wirre Haare, ungepflegte Kleidung,
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Zahnlücken, schwankt zwischen lautem, aggressivem Verhalten und
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verzweifeltem Weinen.
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Das Gespräch gestaltet sich äußerst schwierig. Der Versuch,
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mittels der Übersetzerin mit ihr ins Gespräch zu kommen, ist nur
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eingeschränkt möglich, da die beiden sehr schnell in ein eigenes
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Gespräch auf Türkisch verwickelt sind. Mit Frau C. direkt ins
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Gespräch zu kommen ist zwar aufgrund der Sprachprobleme
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schwierig, jedoch eher möglich. Frau C. klagt über Schmerzen im
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Bauch. Sie sei beim Arzt gewesen, der würde jedoch nichts finden.
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Sie habe auch heftige Zahnschmerzen, einige Zähne müssten
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gezogen werden, doch ihr Mann würde die Zahnbehandlung nicht
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bezahlen. Sie benötige Geld, um mit ihren beiden Kindern von ihrem
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Mann weggehen zu können. Auf die Nachfrage, ob ihre Kinder dies
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denn wollten, erzählt sie, dass diese nicht weggehen wollten, aber
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nur deshalb nicht, weil der Mann sie unter Druck setze.
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Ich versuche, ihr deutlich zu machen, dass ich nicht wisse, ob ich
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ihr helfen könne, ihren Wunsch zu erfüllen, mit den Kindern
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auszuziehen. Was die Finanzierung der Sanierung ihrer Zähne
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angehe, könne ich ihr ganz sicher helfen. Ich würde auch darüber
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mit ihrem Mann und der Krankenkasse reden. Einen Besuch beim
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Psychiater, eventuell verbunden mit einer Medikamenteneinnahme,
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lehnt sie ab. Jedoch ist sie mit einem Hausbesuch meinerseits
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einverstanden, um mit ihr und ihrem Mann zu reden. Es ist
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schwierig, Frau C. zu verabschieden, da sie ihr Ziel, Geld für den
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Auszug zu erhalten, nicht erreicht hat.
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