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Das methodische Repertoire der Systemtherapie kann im
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sozialpsychiatrischen Kontext in der Regel nicht im Setting einer
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psychotherapeutischen Behandlung angewendet werden. Jenseits
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der Methodenfrage aber ermöglicht das systemische Denken den
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Sozialarbeiterinnen ein erweitertes Verständnis der interaktionellen
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Muster, der Verstrickungen und Beziehungsfallen, an deren
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Aufrechterhaltung sie oft mitbeteiligt sind.
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Eine systemische Perspektive erlaubt es, einen Zugang zur
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Sinnhaftigkeit scheinbar unverständlicher Verhaltensweisen zu
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erlangen. Auf dieser Basis können die Mitarbeiterinnen in ihren
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alltäglichen Begegnungen neue Orientierungen gewinnen und
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veränderte Haltungen einnehmen. Die Einnahme einer reflektierten
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Distanz, die Haltung der Neugier gegenüber einer vielschichtigen
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und fremden Welt und die Aufgabe einer Rolle der besser wissenden
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Expertinnen können darüber hinaus ihre Zufriedenheit erhöhen.
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Systemische Ansätze ersetzen nicht das breite Spektrum der
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alltagsorientierten Methoden der sozialpsychiatrischen Praxis. Diese
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bilden weiterhin den Rahmen der Begegnung und schaffen die
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Voraussetzung, den als psychisch krank bezeichneten Menschen und
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ihren Angehörigen ein möglichst selbst bestimmtes Leben in der
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Gemeinde zu ermöglichen. Diese immer wieder neu zu eröffnenden
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Räume müssen aber mit Sprache und Kommunikation gefüllt
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werden. Auf diese Weise kann es gelingen, gemeinsam unsere
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inneren Weltbilder zu thematisieren und in ihnen neue Ressourcen
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zu entdecken. Dadurch kann das Geschehene verstanden und
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angenommen werden; für die gegenwärtigen Handlungsvollzüge
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ergibt sich dadurch die Chance, immer wieder neue Gestaltungsund Entwicklungsmöglichkeiten zu finden.
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Dies soll im Folgenden anhand von zwei Fallbeispielen aus dem
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Sozialpsychiatrischen Dienst demonstriert werden.
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