2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/544.md

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Die Nutzung des ganzen Raumes bringt Bewegung in das Unterstützungs- und damit in das Familiensystem. Aufmerksamkeit, Offenheit und Spannung hinsichtlich der Themen werden erhöht; gleichzeitig können sich Anspannungen und Verkrampfungen lösen: Es entsteht eine kreativitätsfördernde Spiel- und Arbeitsatmosphäre. Auch ein Wechsel von der Komm- zur Gehstruktur nutzt die Perspektive des Raumes. Empfängt die Sozialarbeiterin die Adressatinnen Sozialer Arbeit in ihrem Dienstzimmer, wird es ihr leichter fallen, bei aller Empathie die für das Joining auch nötige Distanz zu bewahren. Allerdings kann sich dadurch für die Adressatinnen die Zugangsschwelle erhöhen. Diese mag bei einem Hausbesuch niedriger sein, denn hier genießt die Familie einen „Heimvorteil“. Für manche Familien erhöht sich dagegen gerade durch den Hausbesuch die Barriere gegenüber dem Unterstützungsangebot der Sozialarbeiterin, weil ihre Anwesenheit in der Familienwohnung auch als Kontrolle verstanden werden kann. Hier sind sensible Von-Fall-zu-FallEntscheidungen über die angemessene Interventionsform notwendig.