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6.6.1.5Metaphern, Bilder und Geschichten
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Die systemische Therapie konnte in diesem Bereich von mehreren Meistern
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der Psychotherapie lernen. Freud und Jung haben die „Bildersprache der
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Seele“ in den kulturellen Diskurs der Moderne eingeführt. Freuds Arbeiten
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zur Bildersprache des Traumes eröffnen den verstehenden Zugang zu den
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Gedanken hinter den Bildern (Freud 1973). Jungs Archetypen zeigen uns
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eine Vielzahl von Bildern, in denen der Mensch den über seine persönliche
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Existenz hinausgehenden Sinn des Lebens und Handelns entdecken kann
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(Jung et al. 1979). Die Sozialarbeiterin kann in einer Familie, die in einer
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Übergangskrise feststeckt, den Baum als Symbol des Wachsens, der
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Verbindung zwischen Himmel und Erde, Geist und Materie, Vergangenheit,
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Gegenwart und Zukunft sowie der komplexen Beziehungsmuster
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(„Verästelung“) einführen. Am Beispiel des Baumes wird damit Entwicklung
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deutlich. Diese kann durch die Erstellung des Familienstammbaumes
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konkretisiert werden. Nun verbinden sich über die Generationen
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Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Mit der Zukunft entstehen neue
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Möglichkeiten, der ressourcenorientierte Blick auf die Vergangenheit führt
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uns zu den Wurzeln. Sie geben Halt in den Stürmen des Lebens.
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Mit den Stürmen des Lebens sind wir schon bei der Metapher
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angelangt. Durch sie können fixierte Bedeutungen verflüssigt und neu
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bestimmt werden. Eine „psychische Krankheit“ als „Lebenssturm“ zu
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bezeichnen, entpathologisiert das diesbezügliche Verhalten und stellt es in
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den Kontext der schweren Aufgaben, die jeder Lebenslauf mit sich bringt.
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Aber Stürme gehen auch vorbei, und Bäume können sich im Sturm biegen,
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ohne zu brechen. Die metaphorische Sprache eröffnet eine Perspektive der
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Veränderung und Bewältigung von Problemlagen, die Mut macht und auf
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Ressourcen verweist, die das Leben bis zu diesem Zeitpunkt vorangebracht
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haben.
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Den Blick für die Bedeutung von Metaphern, vor allem aber für die der
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heilenden Geschichten verdankt die systemische Familientherapie Erickson
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und dem persisch-deutschen Psychotherapeuten Peseschkian. Erickson
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kleidete seine Informationen, Erklärungen und Orientierungshilfen oft in die
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Form von Geschichten, die er seinen in unterschiedlich tiefen
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Trancezuständen befindlichen Patientinnen erzählte. Rosen hat sie zwölf
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Perspektiven der Psychotherapie zugeordnet, die gleichermaßen für alle
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Spielarten der psychosozialen Arbeit gelten: Motivierung; Vertrauen in das
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eigene Unbewusste; indirekte Suggestion; die Bewältigung von
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