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6.6.1.4.1 Aufgaben
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Aufgaben sind in der Verhaltens- und der Hypnotherapie schon vor ihrer
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Etablierung in der Familientherapie verwendet worden.
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Aufgaben können während der Sitzungen gegeben werden. Die sich im
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Gespräch langweilenden Kinder werden z. B. gebeten, ihre Familie in Tiere
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zu verzaubern und diese zu malen. Die Erwachsenen werden vielleicht
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aufgefordert, während der Pause einen Spaziergang zu machen und sich
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über ein bestimmtes Thema zu verständigen. Ein sehr offensiv agierendes
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Familienmitglied kann gebeten werden, eine Beobachterposition hinter der
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Scheibe einzunehmen und den aus der Außenperspektive beobachteten
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Prozess in einer anschließenden Familienrunde zu beschreiben. Oder der
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ganzen Familie wird der Vorschlag gemacht, in einer gemeinsamen
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Zeichnung den Grundriss ihres Hauses anzufertigen.
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In den meisten Fällen allerdings werden die Aufgaben in Form von
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„Hausaufgaben“ am Ende einer Sitzung gestellt.
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In diesem Fall haben sie die Funktion:
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die Ergebnisse einer familientherapeutischen Sitzung in den
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Familienalltag einzuführen;
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zu sondieren, inwiefern die in der Sitzung thematisierten
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Veränderungs- und Lösungsmöglichkeiten vom System in seine
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Lebenswelt übernommen werden;
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durch die Fokussierung auf ein Thema der Sitzung die
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Familientherapie als einen Bezugspunkt im familiären Alltag zu
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verankern, um die Kontinuität zwischen der aktuellen Sitzung und der
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darauf folgenden zu sichern.
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Schon die Formulierungen machen deutlich, dass „Hausaufgaben“ oft unter
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einer strategischen Absicht gestellt werden. Im Rahmen der Palo-AltoGruppe waren sie am Ende der Sitzung identisch mit der
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Symptomverschreibung. In der strukturellen Familientherapie dienen sie
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der Etablierung von Generationengrenzen, funktionsfähigen Subsystemen
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und einer familiären Verantwortungshierarchie in der Zeit zwischen den
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Sitzungen. Im Rahmen einer eher reflexive und zirkuläre Intentionen
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vertretenden rekonstruktivistisch-systemischen Therapie haben sie
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überwiegend einen sondierenden und experimentellen Charakter. Sie sind
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in diesem Sinne keine Aufgaben, sondern Vorschläge der Therapeutin.
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