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Konsumentensouveränität auszurichten. Sie habe durch CaseManagement die individuelle Kundenzufriedenheit herzustellen so
die neoliberalistische Argumentation. Deren Bezugspunkt hatte
Margret Thatcher schon 1987 formuliert: „Es gibt nicht so etwas wie
Gesellschaft, es gibt nur individuelle Männer und Frauen.“26
Gleichwohl ist weder in Großbritannien noch in USA oder auf dem
europäischen Kontinent die Perspektive lebensweltlicher proaktiver
Sozialer Arbeit auf der Strecke geblieben.
Ein Zitat aus einer neusten Veröffentlichung mag dies belegen:
„Wenn Teilhabe aller den Kern demokratischer Gesellschaften
bildet und Soziale Arbeit einen Auftrag darin hat, die
Zivilgesellschaft zu fördern, dann schließt dies undemokratische
Ansätze aus. Die neuen Ansätze erfordern den Abschied von
stellvertretenden und bevormundenden Handlungsmustern,
überkommenen Versorgungsangeboten und hierarchischen
Trägerstrukturen. Ins Zentrum rücken vielmehr die Potenziale
und Bedürfnisse von Menschen … Anders als in der Sozialarbeit
fürsorgerischer Tradition sind nicht nur bedürftige Einzelne und
Zielgruppen die Adressatinnen. Reine Fallorientierung ebenso wie
die
reine
Zielgruppenorientierung
weichen
einem
entwicklungsorientierten feldspezifischen Ansatz. Es geht um die
Förderung und Realisierung von Projekten und Unternehmen der
Selbsthilfe und Selbstorganisation in den Gemeinwesen. Die
Funktion der Sozialarbeit besteht dann … in Aktivierung,
Moderation,
Vernetzung,
Ressourcenbeschaffung,
Projektentwicklung,
Prozessbegleitung,
Koordination,
Politikberatung, Sozialem Management etc.“ (Elsen 2001, S. 40).
Dieser Perspektivenwechsel gelingt in der Praxis, wenn
Träger keine Einheitslösungen für alle Quartiere ihrer Gemeinde
anstreben,
kleinen Teams Zeit zum Entwickeln von Konzepten mit den
jeweiligen Bevölkerungsgruppen gegeben wird,