2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/384.md

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Hauptprozesse: Planen (d. h., Problembereiche zu identifizieren,
Ursachen zu diagnostizieren und Lösungen zu formulieren) und
Organisieren (d. h., die Mitwirkenden zu trainieren und die für eine
erfolgreiche Aktion erforderliche Strategie zu entwickeln).
Die Komplexität von GWA wird ferner deutlich, wenn man die
Problemfelder betrachtet, die damals und heute Anlass für die
Gemeinwesenaktivierung und -entwicklung sind:
die Ballung von ausgegrenzten Personengruppen in „sozialen
Brennpunkten“ wie Notunterkünften für wohnungslose Allein
stehende und (oft unvollständige) Familien, die angeblich nur
vorübergehend sein soll, aber oft auf Dauer und ohne
Perspektive des Entkommens angelegt ist;
das Schicksal der Restbevölkerung in heruntergewirtschafteten,
einer Sanierung bedürftigen Stadtquartieren, die sich mit neuen
Verwertungsinteressen und Planungskonzepten konfrontiert
sieht und Einflusslosigkeit erfährt;
die Ansiedlung von tausenden einander fremden Menschen
ohne vertraute und gegenseitige Unterstützung vermittelnde
Nachbarschaftsbeziehungen in neuen Wohngebieten.
Stets stellten und stellen sich die gleichen Fragen: Wie kann
Vereinzelung aufgehoben, Nachbarschaft entwickelt bzw. eine
Interessengemeinschaft mit geeigneten Kommunikations- und
Handlungsstrukturen aufgebaut werden? Welche Verfahrensweisen
können die Betroffenen anwenden, um Selbsthilfe zu organisieren
bzw. ihre Anliegen den Machtträgern im Gemeinwesen nachhaltig zu
verdeutlichen?
Daneben ist gegen Ende der Siebzigerjahre ein weiteres
Problemfeld sichtbar geworden: die Differenzierung sozialer Dienste
und Einrichtungen beim Ausbau des Sozialstaats mit ihrer
zunehmenden Unüberschaubarkeit und Bürgerferne. Damit war die
Frage aufgeworfen, wie in der sozialen Infrastruktur gleiche
Versorgungschancen und sobald Einrichtungen vorhanden sind
deren Bürgernähe im Sinne von Akzeptanz und Eignung für die