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reflektierender Gespräche, aber auch diese sind eher in den Alltag
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eingebaut als von ihm unterschieden. Insofern bietet sich die SPFH
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vor allem für Familien mit einer Vielzahl ineinander verzahnter
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Probleme und Problemlagen an, die ein hohes Maß an Flexibilität und
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viele zeitliche Spielräume erfordern. Auch eine unstrukturierte, zur
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Seite des Chaos tendierende Haushaltssituation legt diese
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Handlungsform nahe. Familien, in denen Gespräche eher selten sind,
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können von der SPFH besonders profitieren, weil sie die Möglichkeit
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haben, sich über alltägliche Handlungssituationen an das Sprechen
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und Reflektieren „heranzupirschen“.
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Die AFT beansprucht in stärkerem Maße einen abgegrenzten, aus
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dem Alltag abgehobenen Raum für die Kontakte zwischen der Familie
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und dem therapeutischen Team. Das setzt schon für die
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Terminvereinbarung und ihre Einhaltung durch die Familienmitglieder
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einen strukturierten Familienalltag voraus. Die Zeitbegrenzung
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verringert die Handlungsspielräume und erfordert familiäre
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Ressourcen
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zur
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konstruktiven
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Selbstorganisation
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und
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Selbstthematisierung. Die Familie sollte in der Lage sein, den
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Zeitraum zwischen den therapeutischen Kontakten für die
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Veränderung ihrer Beziehungsmuster zu nutzen und sich dabei der
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Unsicherheit von „Experimenten“ (als solche können die
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„Hausaufgaben“ definiert werden) ohne Anwesenheit der
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Therapeutinnen auszusetzen. Allerdings möchte ich dem Vorurteil
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widersprechen, dass Familientherapie nur für sprachlich elaborierte
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Familien hilfreich sei. Es gehört gerade zu den grundlegenden
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Fähigkeiten von Familientherapeutinnen, sich wie ethnologische
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Feldforscherinnen auf die „Sprachspiele“ (Wittgenstein 1972) der
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Familie einzulassen, ihre Sprache sprechen zu lernen und auch über
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komplexe Fragen im Rahmen ihres Sprachhorizontes zu
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kommunizieren. Wird Familientherapie mit einer solchen Haltung
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betrieben, wird man erstaunt sein, wie viel Reflexionsfähigkeit und
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Sprachbildung auch in Familien möglich ist, deren Sprache in der
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linguistischen Sozialisationstheorie der Siebzigerjahre als „restricted
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code“ bezeichnet wurde (Bernstein 1970, Bernstein et al. 1970).
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