2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/361.md

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Wenn sich aus diesen Erstkontakten die Nützlichkeit einer
Familientherapie für die Auflösung des benannten Problems bzw.
einen hilfreicheren Umgang mit ihm ergibt, kann die
Bezirkssozialarbeiterin der Familie einen entsprechenden Vorschlag
machen. Wird er akzeptiert, initiiert sie einen ersten Termin für das
aus Familie, therapeutischem Team und Bezirkssozialarbeiterin
bestehende
Familienhilfesystem.
Der
Sicherheit
gebende
„Heimvorteil“ erleichtert der Familie den ersten Kontakt zwischen ihr
und dem familientherapeutischen Team.
Damit tritt die AFT in ihre zweite Phase (beginning and
contracting) ein. Sie ist durch das Ziel eines Arbeitsbündnisses und
der darin enthaltenen Auftragserteilung gekennzeichnet. In der
gemeinsamen Beziehungsarbeit, die seitens der Therapeutinnen
durch Empathie, Toleranz, Interesse für die familiäre Lebenswelt und
Standfestigkeit gegenüber den Versuchen, sie in Koalitionen
einzubinden, gekennzeichnet ist, entsteht bei der Familie Hoffnung
auf die Veränderbarkeit ihrer problematischen Situation. Ihr Anteil an
der Beziehungsarbeit besteht in dieser Phase in der Bereitschaft, die
Therapeutinnen in ihrer Wohnung und damit ihrer Lebenswelt
willkommen zu heißen und mit ihnen ihm Rahmen eines zeitlich
begrenzten Unterstützungssystems zu kooperieren.
In der dritten Phase (the middle or work phase) stehen die in der
zweiten Phase thematisierten Erwartungen, Hoffnungen und Aufträge
auf
dem
Prüfstand
der
Realisierbarkeit.
Können
die
Auftraggeberinnen ihre Ambivalenz hinsichtlich der professionellen
Unterstützung mindern? Können die Therapeutinnen sie akzeptieren
und produktiv nutzen? Können die inneren Ressourcen des
Familiensystems, also Interesse an Veränderung, wechselseitige
Akzeptanz und Solidarität, Fürsorglichkeit und Begrenzung,
erschlossen und mit äußeren Ressourcen wie sozialer Anerkennung in
Nachbarschaft und Schule, materieller Unterstützung und einem
eigenen Erwerbseinkommen verknüpft werden? In dieser Phase
benötigen
die
Sozialarbeiterinnen
eine
Vielzahl
familientherapeutischer Methoden, die vom Genogramm als Methode