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dauernden therapeutischen Prozesses erreicht werden.20 Die AFT
geht also von der Prämisse aus, dass der Familie durch
therapeutische Angebote ein begrüßenswerter Unterschied zu ihrer
bisherigen Lebensweise nahe gebracht wird und sich das System für
verändernde Informationen öffnet. In einem sich selbst
verstärkenden
eigendynamischen
Prozess
werden
diese
Veränderungen weitere Veränderungen nach sich ziehen, weil die
befürchteten negativen Konsequenzen ausbleiben.
Auch in der AFT erhält die Doppelstruktur von Angebot und
Eingriff durch die Gehstruktur eine besondere Prägnanz. Einerseits
gilt es für die Familie, sich in den therapeutischen Gesprächen mit
ihren Schwächen, Ängsten, Fehlern zu zeigen; andererseits steht die
Frage im Raum, ob das Jugendamt über diese „Defizite“ informiert
wird und irgendwann als zürnender Zeus mit seinem Donnerkeil die
Familie spaltet. Wie in der SPFH, ist deshalb auch hier eine klare
Vereinbarung darüber gefordert, über was und auf welchem Wege
das Jugendamt informiert wird. Denn die systemische Ausrichtung
der Sozialen Arbeit erfordert eine Kooperation zwischen Familie,
Familienhelferin und Jugendamt. Eine in diesem Kontext angesiedelte
Systemtherapie sucht die Integration in ein professionelles
psychosoziales Unterstützungssystem, das von der zuständigen
Bezirkssozialarbeiterin als Case-Managerin organisiert wird. Ihre
diesbezügliche Verantwortlichkeit symbolisiert sich in der Funktion,
auf die Erstellung des Hilfeplans, seine Überprüfung, Fortschreibung,
Veränderung und abschließende Evaluation zu achten sowie die
entsprechenden Hilfeplangespräche zu leiten.
Die erste Phase (preliminary) der AFT ist durch die Aufnahme der
Beziehung
zwischen
Bezirkssozialarbeiterin
und
Familie
gekennzeichnet. Sie dient dem „Anwärmen“ der Familie für eine
professionelle Hilfe zur Selbsthilfe und der Erstellung einer
Sozialdiagnose im Rahmen mehrerer Familieninterviews. Schon hier
erweist sich die Gehstruktur der AFT als ein Vorteil. Durch sie werden
Familien erreicht, die niemals den Fuß über die Schwelle einer
Beratungsstelle oder therapeutischen Privatpraxis gesetzt hätten.