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5.5.2.1Psychoanalytische und nondirektive Zugänge zur
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Einzelfallhilfe
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Die Einzelfallhilfe orientierte sich bis in die Sechzigerjahre vor allem
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an der Psychoanalyse. Im Sinne ihrer ichpsychologischen Variante
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steht dabei nicht die Aufarbeitung der über die unbewussten
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Fantasien gesteuerten Primärprozesse im Vordergrund. Ihr
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Bezugspunkt sind die über das Ich gesteuerten Wahrnehmungs- und
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Denkprozesse („Sekundärprozesse“). Sie sichern die Anpassung des
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Individuums an die Umwelt und die innerpsychische Balance
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zwischen Es und Über-Ich. Dadurch rückt die für die alltagsorientierte
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Soziale Arbeit wichtige Hier-und-jetzt-Situation in den Brennpunkt.
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Die im therapeutischen Setting zentrale Förderung und Deutung der
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Übertragungsbeziehung erhält im Kontext der Sozialen Arbeit einen
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weniger bedeutsamen Stellenwert. Die mit der Übertragung
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verbundene psychische Regression in frühere Entwicklungsphasen18
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wird nicht gefördert, weil es um Alltagsbewältigung geht. Die
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Alltagsprobleme der Adressatinnen Sozialer Arbeit erfordern
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problemlösendes ichgesteuertes Handeln und nicht die an
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Übertragungen anknüpfenden therapeutischen Reflexions- und
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Einsichtsprozesse. Dennoch wird die diesem Ansatz verpflichtete
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Sozialarbeiterin Übertragungen registrieren, durch welche die Klientin
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sie z. B. in das Bild der alles gewährenden guten oder versagendbösen Mutter hineinzwängt. Das ist wichtig, um den Fallen der
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Gegenübertragung19 zu entgehen, z. B. dem Angebot einer
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Jugendlichen, mit ihrer Mutter um den Status der „besseren Mutter“
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zu konkurrieren. Das ist auch wichtig, um den Gefahren überhöhter
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und
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unrealistischer
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Ansprüche
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der
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Auftraggeberinnen
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entgegenzuwirken. Denn die im Zuge der Übertragung entstehenden
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Zuschreibungen sind nicht einlösbar, und das führt zu tiefen
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Enttäuschungen seitens der Auftraggeberin.
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Neben der Psychoanalyse war es in den Sechziger- und
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Siebzigerjahren
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vor
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allem
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die
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von
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Rogers
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begründete
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personenzentrierte Gesprächstherapie, die Einfluss auf die
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Einzelfallhilfe genommen hat (siehe Mees-Jacobi 1977). Im
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