2026-001/documents/theory/diagnostics/systemische-modelle-soziale-arbeit/pages/343.md

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„Wie können wir Ihnen helfen, uns wieder loszuwerden?“ (Conen
1996a).
Damit wird das Kontrollinteresse in ein zeitlich begrenztes
Hilfeangebot
umgewandelt,
die
Eigenverantwortung
der
Auftraggeberinnen für das Gelingen der Hilfe betont und auf die
Bereitschaft der Sozialarbeiterinnen hingewiesen, sich nach der
Auftragserfüllung wieder zurückzuziehen. Diese Frage beinhaltet auch
die Möglichkeit, in der Anfangsphase das Unterstützungssystem durch
die Erarbeitung konkreter Themen und Ziele für die Kooperation von
Auftraggeberinnen und Sozialarbeiterin zu strukturieren: „Was wäre
ein Verhalten, das Soziale Arbeit überflüssig macht, welche
diesbezüglichen Hilfen benötigt die Familie hierfür von der
Sozialarbeiterin und umgekehrt diese von der Familie?“
Diese Frage wird vor allem in den drei im weiteren Verlauf
beschrieben Formen der Einzelfallhilfe Bezirkssozialarbeit des ASD,
sozialpädagogische Familienhilfe und aufsuchende Familientherapie
wichtig. Dabei betritt die Sozialarbeiterin die Wohnung und damit den
inneren Raum der Familie. Dass hier die widerstrebenden Tendenzen
der Auftraggeberinnen besonders stark sind, ist unmittelbar plausibel.
Wer von uns wäre bereit, seine Wohnungstür für fremde Menschen
zu öffnen, deren Hilfeangebot mit so viel Neugierde auf die
Intimsphäre der Familie verknüpft ist?