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5.5
Der allgemeine Rahmen für die
methodisch gesicherte systemische
Soziale Arbeit: Einzelfallhilfe, soziale
Gruppenarbeit, Gemeinwesenarbeit,
Arbeit in sozialen Organisationen und die
Qualitätssicherung
Lange Zeit wurde die Diskussion zur Sozialarbeitspraxis von der so
genannten Methodentrias aus Einzelfallhilfe Casework, sozialer
Gruppenarbeit Group Work und Gemeinwesenarbeit Community
Work beherrscht. Ihre Einführung war zu ihrer Zeit ein großer
Fortschritt, weil damit verschiedene Settings miteinander verknüpft
und innerhalb eines jeden die Frage nach dem systematischen,
methodischen und theoriebegründeten Vorgehen gestellt war.
Germain und Gitterman erweitern die „Methodentrias“ zu acht
„integrierten Modalitäten“: Arbeit mit Individuen, Familien, Gruppen,
sozialen Netzwerken, Gemeinden/Gemeinschaften (communities),
Bedingungen der materiellen Umwelt, Organisation und politische
Arbeit (Germain u. Gitterman 1983, S. 65). Shulman hingegen schlägt
deren Reduktion auf zwei Bereiche vor: „Casework family and group
work often are combined into micro or clinical practice. Community
organization practice has become more closely linked to policy and
management oriented social work in macro subgrouping“ (Shulman
1992, S. 19). Meines Erachtens lassen sich fünf primäre
Handlungsbereiche der Sozialen Arbeit benennen: Einzelfallhilfe,
sozialpädagogische Gruppenarbeit, Gemeinwesenarbeit, Arbeit in
sozialen Organisationen und Qualitätssicherung.
Durch die Intervention der professionellen Sozialen Arbeit rückt
ein inneres und ein erweitertes Unterstützungssystem in den
Vordergrund. Das innere Unterstützungssystem wird von der
primären
Auftraggeberin
und
ihrem
„Mikrosystem“,
der
Sozialarbeiterin und der durch sie repräsentierten sozialen
Organisation sowie den kontinuierlich und direkt am Hilfeprozess