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können, weil noch keine Vertragsaushandelung stattgefunden hat,
nenne ich sie Adressatinnen, potenzielle Auftraggeberinnen oder
Nachfragerinnen nach Sozialer Arbeit.
Wir können primäre, sekundäre und tertiäre Auftraggeberinnen
unterscheiden.
Die primären Auftraggeberinnen sind gleichzeitig die
Adressatinnen der Sozialen Arbeit, andernorts auch Klienten
oder Kunden genannt. Dies können einzelne Personen
Erwachsene und Jugendliche , hetero- und homosexuelle bzw.
lesbische
Paare
und
Familien
in
unterschiedlichster
Zusammensetzung sein. Sie wenden sich wegen eines von
ihnen
selbst
benannten,
mit
anderen
Personen/Institutionen/Organisationen zusammen oder einseitig
von diesen definierten Problems an einen Träger der Sozialen
Arbeit.
Sekundäre Auftraggeberinnen sind die professionellen, mit
einem offiziellen gesellschaftlichen Auftrag versehenen
Helferinnensysteme.
Hierzu
gehört
zum
einen
die
Sozialarbeiterin, die ihre Unterstützung anbietet oder mittels
eines Eingriffs als Zwangsmaßnahme durchsetzt. Letzteres ist
nur im Rahmen der staatlich organisierten Sozialarbeit möglich.
Der institutionelle bzw. organisatorische Kontext der Sozialen
Arbeit im Sinne Bronfenbrenners (1978) ein Exosystem lässt
sich ebenfalls als Auftraggeber definieren. Denn die in seinem
Namen handelnde Sozialarbeitern erhält von ihm Aufträge und
Weisungen, die beim Aushandeln des Auftrags berücksichtigt
werden müssen. Auf der Ebene des Makrosystems ist die
Gesellschaft die abstrakt bleibende Auftraggeberin der Sozialen
Arbeit. Von den vier gesellschaftlichen Sektoren ist die Politik
als formelle Repräsentantin des gesellschaftlichen Kontextes
eine besonders bedeutsame Auftraggeberin. Sie finanziert einen
erheblichen Teil Sozialer Arbeit und tritt z.B. in Form des
Jugendamtes auch als deren Trägerin auf. In vielen Fällen
delegiert sie den Auftrag zur Sozialen Arbeit im Rahmen des