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5.4.1 Der Arbeitsfeldbezug
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Die Arbeitsfelder der Sozialen Arbeit sind weit gestreut und sehr
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unterschiedlich. Sie orientieren und entwickeln sich in Interaktion mit
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gesellschaftlichen Veränderungen und durch sie entstehenden bzw.
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fortbestehenden grundlegenden sozialen Fragen. Die klassische
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Soziale Arbeit entwickelte sich zu einem Teil aus dem christlichhumanitären Impuls, in Not befindlichen Menschen zu helfen. Die
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bürgerliche Sozialarbeit leitete sich aus dieser ethischen Orientierung
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ab. Meines Erachtens gibt es noch eine zweite Erklärung für die
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öffentliche Etablierung der Sozialen Arbeit. Sie wurde notwendig, um
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die für die kapitalistisch-industrielle Entwicklung notwendige partielle
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Integration der Arbeiterklasse in die Gesellschaft zu sichern. Ohne ein
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Mindestmaß von deren Loyalitätsbindung an die bestehenden
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gesellschaftlichen Verhältnissen wären im späten 19. und
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beginnenden 20. Jahrhundert die auf ihrer „freiwilligen“ Lohnarbeit“
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beruhende Profitmaximierung, Kapitalakkumulation und Ausweitung
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der industriellen Produktion nicht möglich gewesen. Insofern stand
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für die institutionalisierte Sozialarbeit zunächst die paternalistische
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Unterstützung der Armen, ihre gesellschaftliche Anpassung und
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staatliche Kontrolle im Vordergrund (Donzelot 1980). Die
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sozialistische Richtung innerhalb der Sozialen Arbeit setzte an diesem
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Punkt ein. Sie kritisierte die bürgerliche Sozialarbeit als Praxis der
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Anpassung
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an
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die
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bestehenden
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Ausbeutungsund
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Entfremdungsstrukturen und verlangte eine Verbindung von
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materieller Hilfe, sozialistischer politischer Bildung und Solidarisierung
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der Arbeiterklasse.
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Zeitlich etwas verschoben, entwickelte sich im bürgerlichen Lager
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die Gender-Thematik und die Soziale Arbeit von Frauen für Frauen.
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Denn mit der Entwicklung der Produktivkräfte, der Nachfrage nach
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Arbeitskräften
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und
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der
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Verbesserung
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des
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allgemeinen
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Bildungsstandes mussten auch die bürgerlichen Mädchen und Frauen
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langfristig aus dem Familienghetto entlassen werden. Damit richtete
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sich das Augenmerk auf die Bildung und Ausbildung der Frauen bzw.
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Mädchen des Bürgertums und der Arbeiterinnenklasse. In eine
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